Wintersport

Rodel-Streit eskaliert: Hackl attackiert Hüfner

In der Debatte um angebliche Ungleichbehandlungen im deutschen Rodelteam hat Verbandscoach Georg Hackl die langjährige Spitzenfahrerin Tatjana Hüfner heftig attackiert.

Die Thüringerin beklagt, dass bayerische Athleten wie die Olympiasieger Felix Loch und Natalie Geisenberger unter Trainer Hackl bei Ausstattung und Material im Vergleich zu den anderen Sportlern bevorzugt werden. „Den Weg über die öffentlichen Medien zu nehmen, ohne dass man sich in der Mannschaft darüber unterhält, das ist schon irgendwie ein abartiges Verhalten“, sagte Hackl dazu im Bayerischen Fernsehen.

Tatjana Hüfner hatte ihren Unmut erstmals bei den Winterspielen im Februar in Sotschi kundgetan und damit unmittelbar nach dem Frauenrennen für einen Eklat gesorgt. Jüngst sagte sie in einem Interview, an den Verhältnissen im Verband habe sich seitdem nichts geändert. „Da steht die Tatjana mit ihrer Meinung als Störfaktor alleine da“, fand Hackl. Bundestrainer Norbert Loch sagte: „Eigentlich tut es mir für Tatjana leid, dass sie mit dem Thema nicht langsam umgehen kann.“