Kommentar

Drei Punkte für Düwel

Michael Färber über Unions Sieg in Aue

Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Sagte schon Trainer-Legende Otto Rehhagel. Und Punkte sind die besten Argumente für die Arbeitsplatzsicherheit eines Trainers. Insofern sind die drei Zähler, die Union am Freitagabend im Erzgebirge einfuhr, vor allem drei Punkte für Norbert Düwel. Damit ist der Coach der Köpenicker längst noch nicht über den Berg, dafür hat der Profitrainer-Novize aufgrund der zu oft zu mageren Leistungen seines Teams ebenso wie durch die „Stinkefinger“-Affäre zu viel Negatives in kurzer Zeit angesammelt.

Doch wer gewinnt, hat recht. Erst recht, wenn ein Rückstand aufgeholt wird. Die 90 Minuten in Aue sind ein Beleg dafür, dass die Moral innerhalb der Mannschaft intakt ist. Auch dafür ist nicht zuletzt der Trainer in der täglichen Arbeit zuständig. Die Extremsituation, von der Düwel noch vor dem Ostderby gesprochen hat, ist zwar längst noch nicht überstanden. Doch mit jetzt 17 Punkten hat sie sich ein wenig entspannt.