Volleyball

Budva kein Ort zum Experimentieren für die BR Volleys

Manchmal kann Luxus auch sehr anstrengend sein.

Jedenfalls wirkte Kaweh Niroomand so, Geschäftsführer der BR Volleys, als er kürzlich dem Treiben seiner Mannschaft im Bundesligaspiel gegen den TSV Herrsching zusah. Zwei Sätze lang lief nicht viel zusammen, der Aufsteiger war nah dran, dem Meister einen Punkt abzunehmen. Nach dem hart erkämpften 3:1 der Berliner sagte Niroomand, wieder viel entspannter: „Wenn man Leute neu integrieren will, braucht man auch Geduld. Der Preis, den man dafür bezahlt, ist eben mal ein Satz, den man verliert. Da müssen wir jetzt durch.“

Trainer Mark Lebedew hatte seine vier Zugänge durchspielen lassen. Das sah anfangs sehr holprig aus. Ziel der Übung ist, dass am Saisonende nicht nur die Stammformation der BR Volleys bereit ist, sondern alle 13 Akteure. Der Titelverteidiger wähnt sich dieses Jahr stärker, weil breiter aufgestellt als in den vergangenen Jahren. „In wichtigen Spielen wird es noch sehr gut für uns sein, dass alle bereit sind“, sagte Mittelblocker Tomas Kmet, diesmal selbst in der Zuschauerrolle.

Wichtig wird es für die BR Volleys an diesem Donnerstag in der Champions League beim montenegrinischen Meister Budvanska Rivijera Budva. „Ich glaube, Budva ist der schlechteste Platz zum Experimentieren“, sagte Niroomand, „Budva ist für uns ein Schlüsselspiel. Dort müssen wir gewinnen, damit wir eine gute Ausgangslage haben.“ Auch Felix Fischer glaubt, dass sich sein Team anders präsentiert: „Wir müssen in jedem Fall gewinnen, wenn wir aus eigener Kraft Gruppenerster werden wollen. Das wollen wir. Und mit der Stammsechs ist auch eine andere Qualität auf dem Feld.“