Ermittlungen

Korruptions-Skandal erschüttert Frankreich

Alarm im Land des EM-Gastgebers 2016: Gleich drei Klub-Präsidenten und weitere neun Personen sind am Dienstag im Rahmen zweier Korruptionsfälle in Frankreich in Polizei-Gewahrsam genommen worden.

Wegen des Verdachts auf Manipulation von Begegnungen der Zweiten Fußball-Liga in der vergangenen Saison seien der Chef von Erstliga-Aufsteiger SM Caen, Jean-François Fortin, und dessen Zweitliga-Kollege Jean-Marc Conrad von Nimes Olympique mit weiteren sieben Personen festgenommen worden, berichteten französische Medien unter Berufung auf die Polizei. „Das könne „ein Erdbeben auslösen“, befürchtet „L’Équipe“. Die Polizei untersuche mindestens drei Spiele der „Krokodile“ von Nimes. Im zweiten Fall geht es um unzulässige Transferhandgelder. Der Boss von Ligue-1-Leader Olympique Marseille, Vincent Labrune, und dessen Vorgänger Pape Diouf und Jean-Claude Dassier seien von Beamten abgeführt worden. Sie stehen im Verdacht, beim Wechsel von Nationalstürmer André-Pierre Gignac vom FC Toulouse nach Marseille im Jahr 2010 illegale Gelder kassiert zu haben.