Justiz

Gerichtsstreit wegen Trainerfoto auf dem WC

Regionalligist 1. FC Saarbrücken hat in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht gegen den entlassenen Stürmer Stefan Reisinger, 33, verloren.

Der Spieler hatte im April nach einer Mannschaftssitzung in einem Hotel auf der Toilette mit seinem Handy unter der Trennwand hindurch seinen Nebenmann fotografiert – es war sein Trainer. Der Spieler fand das wohl lustig, der Chef komischerweise nicht, es kam wegen Vertrauensverlusts zur fristlosen Kündigung. Reisinger wehrte sich, und die Richterin am Arbeitsgericht in Saarbrücken sagte nun: „Unter Fußballspielern und Bauarbeitern macht man das schon mal so …“

Reisinger, einer der Großverdiener im Team, hatte offenbar glaubhaft erzählt, er habe angeblich nur nach den Turnschuhen seines Toilettennachbarn schauen wollen. Anhand des Schuhwerks gedachte er dann zu erkennen, wer da neben ihm ein Bedürfnis hatte. Unglücklicherweise war er dann bei der Verrenkung auf den Auslöser der Kamera geraten, und schwups, war doch sein Trainer drauf. Der Klub will die schriftliche Begründung abwarten und dann reagieren.