Gesundheit

Alabas Ausfall sorgt für Frust bei den Bayern

Österreicher wird nach Knieverletzung Monate fehlen

Der lockere Spaziergang ins Achtelfinale der Champions League geriet bei den Rekord-Bayern schnell zur Nebensache. Vielmehr trübte die schwere Verletzung von David Alaba die Stimmung bei den Münchnern. „Das ist eine schlechte Nachricht. David ist sehr wichtig für uns. Wir verlieren einen überragenden Fußballer“, sagte Trainer Pep Guardiola nach dem 2:0 (1:0) gegen den AS Rom mit finsterer Miene und sprach von „zwei, drei Monaten Pause“ für den Österreicher, der einen Teilriss des Innenbandes im rechten Knie und eine Innenmeniskus-Verletzung erlitt und operiert werden muss.

Nach dem Ausfall eines weiteren Leistungsträgers muss Guardiola in den kommenden Wochen jetzt schon auf acht Stars, angeführt von Bastian Schweinsteiger und Thiago, verzichten. Immerhin haben die Bayern die scheinbar schwersten Aufgaben bis Weihnachten schon mit Bravour erledigt. Vor allem in der Königsklasse können sich die Münchner vor den beiden abschließenden Spielen in Manchester (25.11.) und gegen Moskau (10.12.) nach vier Siegen in vier Spielen als Gruppensieger gelassen zurücklehnen.

Doch von einem möglichen Schongang angesichts der komfortablen Ausgangslage in allen Wettbewerben wollen die Bayern nichts hören. „Wir wissen, was letztes Jahr passiert ist“, sagte Torjäger Robert Lewandowski. In der Vorsaison hatten die Bayern nach dem frühzeitigen Gewinn der Meisterschaft einige Gänge zurückgeschaltet und waren mit dem Halbfinal-Aus gegen Real Madrid dafür hart bestraft worden. „Wir wollen bis zur Winterpause unser Ding knallhart durchziehen“, betonte Kapitän Philipp Lahm und forderte vor dem anstehenden Spiel am Sonnabend in Frankfurt „volle Konzentration. Wir haben noch nichts erreicht und können auch nichts mitnehmen“.

Dennoch: Die Bayern scheinen derzeit von niemandem zu stoppen zu sein. Lewandowski musste schon lange überlegen, als er gefragt wurde, wer dies denn schaffen könne. „Wir spielen natürlich sehr gut“, antwortete der Pole, „aber wir müssen ruhig bleiben“. Es sei noch „ein langer Weg, den wir vor uns haben“, ergänzte Guardiola.