Nationalmannschaft

Deutsche Handballer mit Trainer Sigurdsson wieder auf Erfolgskurs

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft blickt wieder besseren Zeiten entgegen.

Das Team des neuen Bundestrainers Dagur Sigurdsson gewann in Wien 28:24 (12:11) gegen Österreich und verbuchte in der EM-Qualifikation im zweiten Spiel den zweiten Sieg. Nach dem lockeren Aufgalopp gegen Finnland (30:18) am vergangenen Mittwoch hat das Team mit 4:0 Punkten den besten Start in eine EM-Qualifikation seit 2008 hingelegt. Vor 7000 Zuschauern in der Albert-Schultz-Eishalle erzielten Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen mit zehn und der Kieler Patrick Wiencek mit sieben die meisten Treffer für den WM-Fünften. Der 19-jährige Paul Drux von den Füchsen Berlin traf zweimal.

„Wir haben 60 Minuten lang eine stabile Abwehr gezeigt und konnten Österreich immer bremsen, wenn sie einen Lauf hatten. Die 4:0 Punkte geben Selbstbewusstsein“, sagte Sigurdsson, der in Personalunion auch die Füchse Berlin coacht. Lob erhielt er von seinem Chef. „Unser Bundestrainer hat immer die richtige Reaktion auf die Situationen gehabt“, sagte Bernhard Bauer, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB).

Bester DHB-Akteur war Torwart Carsten Lichtlein mit 19 abgewehrten Bällen. „In den entscheidenden Situationen in Halbzeit zwei haben wir es dank unserer guten Abwehr geschafft, dass die Partie nicht kippt. Insgesamt war es ein verdienter Sieg, auch wenn im Angriff noch nicht alles geklappt hat“, sagte Lichtlein.

Das DHB-Team steht gleichauf mit Weltmeister Spanien an der Spitze der Qualifikationsgruppe 7. Ende April/Anfang Mai sind die Iberer in Hin- und Rückspiel nächster deutscher Gegner. Theoretisch kann Deutschland dann das EM-Ticket buchen. Die beiden besten Mannschaften aus jeder der sieben Gruppen sowie der punktbeste Gruppendritte qualifizieren sich für die EM, die vom 15. bis 31. Januar 2016 in Polen ausgespielt wird. 2014 hatte Deutschlands zum ersten Mal in der Qualifikation ein EM-Turnier verpasst – genauso wie die WM 2015.