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Schöne Bescherung

Weihnachtssingen beim 1. FC Union erstmals gegen Eintritt. Geld geht an den Nachwuchs

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind. Und mit ihm das Weihnachtssingen beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Union. Ein Ereignis, über das in den vergangenen Jahren rund um den Globus berichtet wurde. Schließlich hat der besinnliche Abend unter Flutlicht ja auch etwas Einmaliges: Da treffen sich Fußballfans in einem Stadion, halten Kerzen in Händen und singen andächtig Weihnachtslieder. 27.500 Besucher waren am 23. Dezember 2013 An der Alten Försterei dabei. Viele vorweihnachtlich Gestimmte mussten jedoch enttäuscht nach Hause gehen, weil die Arena voll war.

Schon damals gab es im Nachgang erste Überlegungen, wie man den Ansturm kanalisieren könnte. Jetzt hat der Verein bekannt gegeben, wie die 12. Auflage am 23. Dezember dieses Jahres organisiert werden wird. Voran ging – typisch Union – ein Akt von Basis-Demokratie, denn die Entscheidung wurde auf Grundlage einer Online-Mitgliederbefragung getroffen.

Alle Mitglieder des 1. FC Union erhalten nun eine Freikarte. Darüber hinaus besitzen Mitglieder das Vorkaufsrecht für weitere Tickets. Im Stehplatzbereich kosten diese 5 Euro (Kinder 2,50 Euro), im Sitzplatzbereich 10 Euro (Kinder 5 Euro). Nach dem Ende des exklusiven Vorverkaufs für Mitglieder gehen die restlichen Karten in den freien Verkauf.

Die Einnahmen vom Weihnachtssingen kommen dem Nachwuchsleistungszentrum des Vereins zugute. „Mit der nun gefundenen Lösung stellen wir sicher, dass kein Unioner draußen bleiben muss und bleiben trotzdem offen für Gäste, die zum Teil ebenfalls schon viele Jahre dabei sind“, sagte Weihnachtssingen-Erfinder Torsten Eisenbeiser vom Fanklub Alt-Unioner.

Der Fanklub bildet gemeinsam mit dem 1. FC Union und der Stadion AG das Organisationsteam der Veranstaltung. Eisenbeiser hob auch noch auf einen weiteren Vorteil ab: „Am Ende weiß jeder im Vorfeld, ob er dabei sein kann, so dass niemand umsonst den Weg auf sich nehmen muss.“