Pokal

Dortmund schießt sich auf St. Pauli Frust von der Seele

Pokal-Blamage für Hannover, Werder siegt mit neuem Trainer

Borussia Dortmund hat sich im DFB-Pokal den Bundesliga-Frust von der Seele geschossen und ist ins Achtelfinale eingezogen. Mit dem hochverdienten 3:0 (2:0) beim Zweitligisten FC St. Pauli rehabilitierten sich die Westfalen ein wenig für die Negativ-Serie in der Bundesliga mit vier Niederlagen nacheinander. Ciro Immobile (33.) und Nationalspieler Marco Reus (44.) schossen schon vor der Pause für den in der Bundesliga auf Platz 15 abgestürzten Vizemeister eine klare Führung heraus. Shinji Kagawa (86.) sorgte für den Endstand. Kapitän Mats Hummels sagte vor dem Top-Duell gegen Bayern München am Sonnabend: „In unserer Situationen ist das Weiterkommen das einzig Relevante. Mit den Bayern haben wir jetzt eine geile Aufgabe. Wenn man sich Selbstbewusstsein holen kann, dann in so einem Spiel.“

Drei Tage nach dem 1:0-Coup in Dortmund hat sich dagegen Hannover 96 blamiert und ist mit 0:2 (0:1) beim VfR Aalen ausgeschieden. Beim Tabellen-Vorletzten der 2. Liga verpassten die Niedersachsen zum siebten Mal in den vergangenen acht Jahren den Einzug ins Achtelfinale. Aalen steht dank eines Eigentors von Ceyhun Gülselam (24.) und dem Treffer von Michael Klauß (59.) zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der Runde der letzten 16 Mannschaften.

Das krisengeschüttelte Werder Bremen hat seinem neuen Cheftrainer Viktor Skripnik ein erfolgreiches Debüt auf der Profi-Bank beschert. Mit dem 2:0 (1:0) beim Drittligisten Chemnitzer FC holte sich der Bundesliga-Letzte drei Tage nach der Beurlaubung des glücklosen Robin Dutt wichtiges Selbstvertrauen für den Kampf gegen den Abstieg. Fin Bartels (31.) und Franco di Santo (49.) schossen den verdienten, wenn auch nicht gerade glanzvollen Erfolg für den sechsmaligen Pokalsieger heraus.

„Ich bin sehr froh über diesen sehr wichtigen Sieg. Er war nicht nur verdient, sondern auch souverän herausgespielt“, sagte Skripnik nach seinem gelungenen Einstand. „Klar hatten wir Glück in der ersten Halbzeit. Aber ich habe nichts dagegen, wenn wir alle Spiele mit Glück gewinnen.“ Sein Kapitän Clemens Fritz wusste um die psychologische Bedeutung des Erfolges. „In unserer Situation war es ganz wichtig, wieder einmal zu gewinnen“, betonte er. „Es war ein erster Schritt. Jetzt müssen noch viele folgen.“

Der 1. FC Köln hat dank Timo Horn eine Pleite gerade noch abgewendet und nach gutem Bundesliga-Start das nächste Zwischenziel erreicht. Der Keeper sicherte der Mannschaft von Trainer Peter Stöger beim 4:1 im Elfmeterschießen bei Drittligist MSV Duisburg mit zwei Paraden den Einzug ins Achtelfinale. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden.