Volleyball

BR Volleys: Manager Niroomand kritisiert Nachwuchskonzept

Die Volleyballer des VC Olympia Berlin sind wieder da: Alle zwei Jahre darf die Mannschaft, weitgehend identisch mit der deutschen Junioren-Auswahl, dank einer Wild Card in die Bundesliga hineinschnuppern.

„Wir wollen den etablierten Erstligisten ordentlich einheizen“, sagt VC Olympia-Manager Jörg Papenheim mutig. Doch vor dem ersten Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister Berlin Volleys am Mittwoch (19 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen) kommt von dort deutliche Kritik an dem Projekt.

„Ich brauche den VC Olympia nicht“, sagt Kaweh Niroomand. Der Manager der Berlin Volleys sieht die Bundesliga-Teilnahme der Nachwuchstruppe „außer Konkurrenz“ als wenig förderlich an. Olympia kann weder Meister werden noch das Play-off erreichen, für die Gegner gehen jedoch die Spiele voll und ganz in die Wertung ein. Ziel des vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) und der Volleyball-Bundesliga (VBL) gesteuerten Projekts ist es, junge Volleyballer unter professionellen Bedingungen auszubilden und fit zu machen für höhere Aufgaben. „Vom VC Olympia kommt doch seit Langem nichts mehr“, kritisiert jedoch Niroomand. „Der Verband muss sich ein effektiveres Nachwuchskonzept überlegen.“

Auch die Volleys kümmerten sich schließlich um die Nachwuchsarbeit, führt der Berliner Manager an: „Wir können in diesem Bereich nicht beide das Gleiche machen“, sagt Niroomand. Aktuell profitieren die Volleys aber durchaus noch von dem seit 1993 bestehenden Projekt VCO: Mit Robert Kromm, Felix Fischer, Sebastian Kühner und Christian Dünnes stehen derzeit vier Spieler im Kader, die ihre Volleyball-Ausbildung beim VC Olympia bekommen haben.

Sportlich kann das Team der 18- bis 20-Jährigen, das am Olympiastützpunkt Berlin von Junioren-Bundestrainer Johan Verstappen trainiert wird, nicht mithalten: Zum Saisonauftakt setzte es bei der VSG Coburg/Grub gleich eine 0:3-Niederlage, in keinem der drei Sätze erreichte der VCO die 20-Punkte-Marke. Schon beim letzten Bundesliga-Auftritt 2012/13 blieb das Team chancenlos: Am Ende stand eine Bilanz von 0:40 Punkten bei nur 13 gewonnenen Sätzen.