Basketball

Albas Basketballer sind Meister im schnellen Vergessen

Ganz oben in der Tabelle war Albas Basketball-Team schon vor dem vergangenen Wochenende, jetzt allerdings ist der Abstand zur Konkurrenz etwas luftiger geworden.

Das Team von Sasa Obradovic hat den Spagat zwischen Europaliga und Bundesliga hinbekommen, gewann nach dem 68:84 gegen ZSKA Moskau keine 48 Stunden später bei Aufsteiger Crailsheim 93:65. Bayern München hingegen konnte nahezu zeitgleich den Schalter nicht umlegen, verlor erst in Barcelona denkbar knapp 81:83 und danach zu Hause gegen Göttingen, den anderen Aufsteiger, 81:95.

Mit Niederlagen umzugehen, sei halt nicht immer ganz einfach, sagt Obradovic. Gerade nach nur knapp verpassten Überraschungen wie die der Bayern bei den Katalanen drohe „eine emotionale Leere. Wir Coaches wissen das, aber für Spieler ist es schwerer, das Spiel sofort zu vergessen.“ Auch sein Team hätte der Partie gegen Moskau noch länger nachgrübeln können. „Zu fest“ seien seine Spieler sie gewesen, haben „übergroßen Respekt gehabt“. Mit etwas mehr Ruhe wäre vielleicht mehr drin gewesen. Sichtlich stolz sagt Obradovic dann, dass in Crailsheim alle Wenns und Hättes abgehakt waren. Angeführt von Clifford Hammonds, der „derzeit einen guten Rhythmus hat“, habe seine Mannschaft „eine sehr gute Reaktion gezeigt“.

Ärger um das Sieger-Shirt

Alba und Obradovic können sich in dieser Woche übrigens voll auf das Auswärtsspiel am Freitag in Malaga (20.45 Uhr) konzentrieren, ein Spagat steht nicht an. Aufgrund des Heimspiels der Eisbären am Sonntag gegen Iserlohn musste das Heimspiel gegen Ludwigsburg verlegt werden.

Während Coach und Mannschaft sich ums Wesentliche kümmerten, versuchte Albas Kommunikationschef Justus Strauven zu verhindern, dass das T-Shirt, mit dem an den historischen Sieg gegen den NBA-Champion San Antonio Spurs (94:93) gedacht werden soll, zu einem Langweiler geriet. Vergebens. Der Entschluss, ein solches auf den Markt zu bringen, sei noch am Abend des Triumphes gefallen, erzählt Strauven. Aus mehreren Entwürfen sei zusammen mit Ausrüster Adidas einer ausgewählt worden. Dann aber kam seitens des Sportartikelherstellers, der auch Partner der Spurs ist, der Rückzieher. Dem Vernehmen nach hatte man nicht nachgefragt, ob man die geschützte Marke NBA verwenden dürfe. „Bedauerlicherweise wurde seitens Adidas ein falsches Shirt-Motiv („NBA Sieger Besieger“) gegenüber unserem Partner Alba Berlin kommuniziert.“ Schon bald könne man aber „ein Shirt mit dem Aufdruck 94:93 kaufen“, ließ Adidas-Sprecher Oliver Brüggen verlauten. Dieses ist jetzt auch für 19,95 Euro käuflich zu erwerben.