Personalien

Vogts tritt als Trainer von Aserbaidschan zurück

Das Abenteuer Aserbaidschan ist für Berti Vogts nach rund sechs Jahren vorzeitig beendet. Am Montagabend war das Maß für den ehemaligen Bundestrainer endgültig voll.

Nicht alleine die 0:6-Pleite von Aserbaidschan in Kroatien hatte Vogts auf die Palme gebracht, sondern die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft präsentiert hatte. „Das war Standfußball. Fußball ist ein Laufspiel, aber das haben einige Spieler nicht kapiert. Die denken nur an ihre Kohle und tun nichts dafür. Das kann ich nicht mehr mitmachen“, begründete der frühere Bundestrainer am Freitag seinen überraschenden Rücktritt. Aserbaidschans Verband AFFA bedauerte den Rücktritt des ehemaligen Welt- und Europameisters, der 2008 seinen Dienst in Baku angetreten hatte und im Dezember vergangenen Jahres seinen Kontrakt noch einmal bis zum Ende der Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich verlängert hatte. „Berti Vogts hat eine Menge für den aserbaidschanischen Fußball getan und zu einer positiven Entwicklung beigetragen“, sagte Verbandschef Rownag Abdullajew. Unter Vogts hat sich Aserbaidschan in der Weltrangliste vom 147. auf den 73. Platz verbessert.