Motorsport

„Vettel wird bei Ferrari zum bestbezahlten Piloten der Geschichte“

Weltmeister Sebastian Vettel, 27, wird nach Informationen der Tageszeitung „La Repubblica“ bei Ferrari demnächst einen Dreijahresvertrag mit Option auf zwei weitere Jahre unterschreiben.

20 Millionen Euro soll der Heppenheimer demnach pro Saison in Italien kassieren, vorgesehen seien auch Boni für Siege und WM-Titel.„Vettel folgt der Versuchung, für den letzten großen Mythos der Formel 1 zu fahren“, schrieb der englische „Guardian“ nach Bekanntgabe der Trennung von Red Bull zum Jahresende. Und „Daily Mail“ rechnete vor: „Dieser Wechsel macht Vettel vermutlich zum höchstbezahlten Formel-1-Fahrer der Geschichte.“

Seit Ende August seien die Verhandlungen zwischen Vettel („Ich laufe vor nichts davon. Ich habe Hunger und Lust auf etwas Neues“) und Ferrari bereits im Gange. Sie sollen von Fiat-Chef Sergio Marchionne persönlich geführt worden sein. Marchionne ersetzt ab dem 13. Oktober den zurückgetretenen Ferrari-Präsidenten Luca Cordero di Montezemolo. Schon der im April gefeuerte Teammanager Stefano Domenicali habe laut „Repubblica“ vor Jahresfrist Kontakt zu Vettel aufgenommen, sei aber am Widerstand des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso gescheitert, der lieber Jules Bianchi aus dem Nachwuchsprogramm der Scuderia zum Kollegen gekürt hätte. Der 33-jährige Spanier hat zwar noch einen gültigen Vertrag, die Zeichen stehen aber neuerdings eindeutig auf Abschied.

Stattdessen soll nun mit Vettel ein Neuanfang gestartet werden. Dass in Renningenieur Riccardo Adami ein alter Weggefährte aus Toro-Rosso-Zeiten zu Ferrari wechseln wird, soll den Deutschen dabei unterstützen. „Im Spaghetti-Chaos von Ferrari kann Sebastian jetzt mit deutscher Gründlichkeit wirklich etwas einbringen“, sagte Ex-Ferrari-Pilot Niki Lauda, heute Aufsichtsrat beim Mercedes-Team. „Deswegen glaube ich, dass das auch für Ferrari sehr gut ist, dieser Wechsel von Alonso zu Vettel.“