Eishockey

Mit Niederberger sind die Eisbären nicht zu bezwingen

Beim 2:1 gegen Düsseldorf darf der Ersatztorwart mal glänzen

Der EHC Eisbären konnte den Kontakt zur Tabellenspitze in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) halten. Nur mit viel Mühe setzte sich der Rekordmeister allerdings am Sonntag mit 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) gegen die Düsseldorfer EG durch. „Mit den drei Punkten bin ich sehr zufrieden“, urteilte Berlins Trainer Jeff Tomlinson nach der Partie, „es war heute ein sehr schweres Stück Arbeit für uns. In der letzten Saison haben wir solche Spiele sehr oft verloren. Von daher sind wir heute sehr glücklich.“

Nach einem ersten Drittel ohne große Höhepunkte gelang Barry Tallackson (24.) vor 12.260 Zuschauern die Führung für die Gastgeber. André Rankel (31.) legte nach. Doch nur 18 Sekunden später brachte Bernhard Ebner (31.) Düsseldorf wieder heran. In der Folge waren die Gäste dem Ausgleich mehrfach nahe.

„Wir hatten in dieser Phase zu viele Puckverluste und haben es den Düsseldorfern zu leicht gemacht, einfach durchzugehen, um vors Tor zu kommen“, ärgerte sich Berlins Verteidiger Henry Haase. Am Ende konnten sich die Eisbären bei ihrem Torhüter Mathias Niederberger bedanken: Durch seine Paraden blieben die drei Punkte in der Hauptstadt. „Mathias hat sehr solide gespielt, hat viel Ruhe ausgestrahlt“, lobte Tomlinson. „Das war heute auch nötig.“

Es war der zweite DEL-Einsatz des 21-jährigen Torhüters bei den Berlinern, die Niederberger im Sommer verpflichtet hatten. Dabei gelang ihm der zweite Sieg nach dem 5:2 bei seiner Premiere in Iserlohn. Sein Heimdebüt war eine besondere Partie, er ist in Düsseldorf geboren: „Es war eine große Ehre für mich, gegen meinen Heimatklub spielen zu dürfen. Die Mannschaft hat mich sehr unterstützt, das hat es einfacher gemacht.“

Auch noch Matt Foy verletzt

Die angespannte Personalsituation droht sich bei den Eisbären, die am Dienstag in der Champions League zum bedeutungslos gewordenen Gruppenspiel in Zlin (Tschechien) antreten müssen, noch zu verschlimmern. Kurz vor dem Ende musste Stürmer Matthew Foy nach einem heftigen Zusammenprall mit dem Düsseldorfer Timothy Conboy verletzt das Eis verlassen. „Wir können aber noch nicht genau sagen, was er hat“, erklärte Tomlinson. Schon am Freitag beim 3:1 der Eisbären beim EHC München war Angreifer Mark Bell zusätzlich ausgefallen. Der Kanadier zog sich eine Knieprellung zu.