Eishockey

Eisbären verlieren erstes Saisonspiel in Augsburg und Stürmer Busch

Mit großem Optimismus waren die Eisbären Berlin in die 21. Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gestartet.

„Ich sehe uns als eine der besseren Mannschaften der Liga“, hatte EHC-Trainer Jeff Tomlinson prophezeit. Nun wird nach dem ersten Spieltag noch niemand sagen können, wohin der Weg des siebenmaligen DEL-Champions diesmal führen wird. Doch zumindest ist der Auftakt gehörig misslungen. Beim Tabellenelften der vergangenen Spielzeit, den Augsburger Panthern, setzte es eine ernüchternde 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)-Niederlage. Außerdem verloren die Berliner schon in der vierten Minute Stürmer Florian Busch, der nach einem harten Check des Augsburgers Braden Lamb vom Eis geführt wurde.

Wieder einmal ließen die Eisbären Disziplin vermissen. Im ersten Drittel kassierten sie bereits vier Strafzeiten. Eine davon, gegen James Sharrow wegen Hakens, führte auch zum Gegentreffer. Luigi Caporusso nutzte die Augsburger Überzahl in der 14. Minute schon zum 2:0. 40 Sekunden zuvor hatte Ryan Bayda das Führungstor der Panther erzielt. Gelegenheiten, das auszugleichen, hatten die Gäste allerdings zur Genüge, denn die gewohnt körperbetont zu Werke gehenden Schwaben waren in den ersten beiden Dritteln gar achtmal in Unterzahl auf dem Eis. Allein der EHC wusste mit den vorhandenen Freiräumen nichts anzufangen, kassierte gar durch Caporusso (27.) auch noch das 0:3.

Kurz keimte etwas Hoffnung auf, als Henry Haase auf Vorarbeit von André Rankel und Julian Talbot auf 1:3 aus Berliner Sicht verkürzte (44.). Aber wenig später bekam Stürmer Barry Tallackson wegen einer rüden Attacke eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt. Und Augsburg wusste das zu nutzen, sorgte in der 50. Minute durch Lamb für die Entscheidung. Am Sonntag haben die Eisbären gegen die Straubing Tigers (14.30 Uhr, O2 World) die Gelegenheit, die Schlappe von Augsburg vergessen zu machen. Und nicht auch noch das Heimdebüt zu verpatzen.