Motorsport

Rosberg fährt dem Rivalen Hamilton in Monza hinterher

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg hat nach den heftigen Debatten um den großen Knall bei Mercedes auch auf der Strecke einen Rückschlag kassiert.

In der Qualifikation zum Großen Preis von Italien musste sich der 29-Jährige seinem Stallrivalen Lewis Hamilton, der sich seine fünfte Poleposition der Saison sicherte, um fast drei Zehntel geschlagen geben.

Vor zwei Wochen hatte der Unfall der Silberpfeile in Belgien die Gemüter erhitzt, vor gut einer Woche gab Mercedes Rosberg offiziell die Schuld. Zudem folgte die Ankündigung, sich bei weiteren verhinderbaren Kollisionen von einem Fahrer zu trennen. Im Rennen am Sonntag hat Hamilton nun beste Chancen, den Rückstand im WM-Klassement von derzeit 29 Punkten zu verringern.„Das ist immer noch eine gute Position, es ist ein langes Rennen“, sagte Rosberg: „Ich brauche einen guten Start, dann ist alles drin.“

Weltmeister Sebastian Vettel im Red Bull hatte auf der Vollgasstrecke mit seinem Renault-Motor zu kämpfen und wurde nur Achter, damit war der Heppenheimer noch bester Pilot mit französischem Antrieb. Teamkollege Daniel Ricciardo verwies er auf den neunten Platz.

Nach guten Leistungen im freien Training sorgte Ferrari für Ernüchterung bei den Tifosi. Vizeweltmeister Fernando Alonso (Spanien) landete nur auf dem siebten Platz, Kimi Räikkönen (Finnland) startet von Platz elf. Am Sonntag darf die Scuderia also kaum auf den ersten Heimsieg seit 2010 (Alonso) hoffen, jede Menge Aufmerksamkeit war dem erfolgreichsten Rennstall der Formel-1-Geschichte dennoch gewiss: Schon am Freitag verdichteten sich die Gerüchte um einen bevorstehenden Rücktritt des langjährigen Ferrari-Chefs Luca di Montezemolo nach 23 Jahren im Amt, gestern wollte der 67-Jährige diese jedoch nicht bestätigen. „Ich habe den Sturm der letzten Tage gesehen, ich fand es übertrieben. Ich bin hier um zu arbeiten, heute, morgen, die kommenden Monate“, sagte der Top-Manager im Fahrerlager. Er habe im März seine Bereitschaft erklärt und sich dazu verpflichtet, drei weitere Jahre bei Ferrari zu bleiben. „Wenn es Neuigkeiten gäbe, wäre ich der Erste, der sie mitteilen würde“, versicherte di Montezemolo.