Erfolg

Deutsche Volleyballer erreichen bei WM ihr erstes Etappenziel

Die deutschen Volleyballspieler haben den ersten Teil ihrer Medaillen-Mission erfüllt und sind bei der Weltmeisterschaft in Polen vorzeitig in die zweite Runde eingezogen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen feierte durch das 3:1 (25:20, 19:25, 26:24, 25:19) gegen Finnland den dritten Sieg im vierten Spiel und ist nicht mehr von einem der ersten vier Plätze in der Vorrundengruppe B zu verdrängen.

„Jochen Schöps hat das Spiel für uns entschieden, das kann man in keiner Statistik finden. Er hat in den entscheidenden Situationen die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte Heynen. Kapitän Schöps meinte: „Wir sind sehr glücklich, weil es ein hartes Match war. Es war ein großer Kampf, aber wir können sicher besser spielen.“

In der letzten Begegnung der Vorrunde trifft die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) an diesem Sonntag (16.30 Uhr/sportdeutschland.tv) auf Südkorea. Mit einem weiteren Erfolg könnte das Team den angestrebten zweiten Tabellenplatz sichern und würde auch in der am Mittwoch beginnenden Zwischenrunde weiterhin im Finalort Kattowitz antreten dürfen.

Dank der mehr als 3000 finnischen Fans in der Spodek Arena kam bei den Skandinaviern zwar Heimspiel-Atmosphäre auf, doch die deutsche Mannschaft ließ sich davon nicht beeindrucken und zog ihr Spiel weitgehend konzentriert durch. Angeführt vom starken Diagonalangreifer Georg Grozer erspielte sich der Olympia-Fünfte von London eine klare Führung und gewann den ersten Satz. Nach verlorenem zweitem Durchgang kämpfte sich die deutsche Mannschaft zurück ins Spiel. Entscheidend war der knappe Gewinn des dritten Satzes.

In der Annahme stimmte der Einsatz, im Angriff die Präzision – Finnland fand kaum wirksame Mittel dagegen. Tags zuvor hatte Heynen gegen Tunesien (3:1) noch mit der Aufstellung experimentiert und neben Grozer auch Libero Ferdinand Tille und Mittelblocker Max Günthör geschont, doch im vorletzten Vorrundenspiel ging der Belgier kein Risiko ein.

Offensiv hatte Heynen vor dem Turnier den Gewinn der ersten deutschen WM-Medaille seit 44 Jahren als Ziel ausgegeben. Wie weit der Weg bis dahin ist, wurde phasenweise deutlich. Noch gelingt es dem Team nicht, lange genug auf konstant hohem Niveau zu agieren.