Wintersport

Biathlon-Star Neuner macht Skiverband schwere Vorwürfe

Die zweimalige Olympiasiegerin Magdalena Neuner hat den Deutschen Skiverband (DSV) für die Pleite der Biathletinnen bei den Olympischen Spielen in Sotschi verantwortlich gemacht.

Dass die Frauen erstmals ohne Medaillen geblieben waren, hänge auch mit der Unbeweglichkeit des Verbandes und veralteten Trainingsmethoden zusammen. „Da ist alles verkrustet und alteingesessen, es wird nicht weiter gedacht“, sagte die Rekord-Weltmeisterin der „Augsburger Allgemeinen“. Bis zuletzt habe die Maxime gegolten: „Das war schon damals bei Uschi Disl richtig, also ist das jetzt auch noch richtig. Das stimmt aber nicht.“ Die Zeiten hätten sich geändert, das Niveau im Weltcup sei gestiegen: „Und wir haben jetzt auch ganz andere Typen in der Mannschaft als damals.“

Die Funktionäre seien trotz der ausbleibenden Erfolge „nicht bereit, umzudenken.“ Die Trainingsmethodik sei „veraltet. Da gibt es mittlerweile auch andere Erkenntnisse. Wenn ich so trainiert hätte, wie da gefordert wird, wäre ich nicht so erfolgreich gewesen.“ Neuner, die nach der Saison 2012 zurückgetreten war und im Mai 2014 ihre Tochter Verena Anna zur Welt gebracht hat, plädiert deshalb für mehr Individualismus.