MotoGP

Motorrad-Star Marquez fühlt sich von einer Last befreit

Die Enttäuschung bei Motorrad-Superstar Marc Marquez hielt sich in Grenzen.

„Auf gewisse Weise ist eine Last von meinen Schultern abgefallen. Nun fragt mich niemand mehr, ob ich alle Rennen gewinnen werde“, sagte der MotoGP-Weltmeister nach dem Großen Preis von Tschechien. Dass nach zehn Siegen in Folge seit dem Saisonbeginn zum ersten Mal ein anderer feierte, war dem Vierten von Brünn keineswegs egal – in ein Stimmungstief fiel der 21-Jährige durch das Ende seiner Serie aber auch nicht. „Es kommt nicht darauf an, wer die meisten Rennen gewinnt. Es geht darum, wer Weltmeister wird“, sagte der Spanier.

Dani Pedrosa, Kollege des Weltmeisters beim Honda-Werksteam, hatte vor dem Yamaha-Duo Jorge Lorenzo (beide Spanien) und Valentino Rossi (Italien) gewonnen. Das Trio genoss den seltenen Moment sichtlich. „Endlich haben wir Marquez geschlagen. Auch wenn es schade ist, dass Dani gewonnen hat“, sagte Lorenzo. „Er hatte vielleicht nicht seinen besten Tag“, meinte Pedrosa. Die über Monate gedemütigten Gegner rechnen offenbar nicht damit, dass es so weitergeht. Nach Silverstone (29. bis 31. August) reist Marquez, der jüngste Champion in der Geschichte der Königsklasse, natürlich wieder als Favorit an. Daran ändert auch der „Ausrutscher“ nichts.