Triumph

Federer schöpft neuen Mut für seinen 18. Grand-Slam-Sieg

Der Druck auf Roger Federers war groß. Zwei Jahre ohne einen Masterstitel sollten für den Schweizer in Cincinnati zu Ende gehen.

Umso erleichterter atmete Federer nach dem Finaltriumph über den Spanier David Ferrer auf. Großartig war dabei vor allem der finale Satz beim 6:3, 1:6, 6:2. „Endlich habe ich wieder einen großen Pokal für die Kids gewonnen“, sagte der vierfache Familienvater: „Ich habe zuletzt ja einige kleinere nach Hause gebracht und ihnen immer gesagt: Das sind auch Trophäen. Diese hier sollte sie nun zufrieden stellen.“

Roger Federer war nach seinem Triumph auf den Hartplätzen im US-Bundesstaat Ohio zu Scherzen aufgelegt. Verständlich. Immerhin schwang sich der 33-Jährige mit seinem 80. Turniersieg zum Favoriten für die US Open (ab 25. August) auf, dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Eine Rolle, in der auch Serena Williams nach ihrem Erfolg über Ana Ivanovic aufging. Nach dem 6:4, 6:1 – ihrem ersten Titelgewinn in Cincinnati – verkündete die Weltranglistenerste: „Ich bin zurück.“ Der jeweils 18. Major-Triumph wäre jetzt jedenfalls keine Überraschung mehr. Nicht dabei ist dagegen Titelverteidiger Rafael Nadal. Der Spanier, der wegen einer Handgelenksverletzung rechts seit Anfang Juli kein Spiel mehr bestritten hat, musste erneut absagen.