Basketball

Alba startet die Vorbereitung mit Tabu und McLean

Nach dem Fitnesscheck am Montag beginnt das Training

Er kam und kam nicht, obwohl er gerade mal eine gute Stunde in der Luft gewesen war. Flug SN 2581 landete mit einiger Verspätung aus Brüssel, erwartet wurde er in Tegel von Chauffeuren vor schwarzen Limousinen und zahlreichen Polizisten, die Zufahrt zu den Flugsteigen 12 bis 16 war geräumt worden. All dies galt allerdings nicht Albas neuem Spielmacher Jonathan Tabu, der gestern aus Belgien nach Berlin kam, sondern dem ukrainischen Außenminister Pawel Klimkin, der zu einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und dem französischen Ressortchef Laurent Fabius in die deutsche Hauptstadt gekommen war.

Tabu ahnte nicht, dass sein Flug den Terminplänen der Weltpolitik angepasst worden war. Freundlich und entspannt erzählte er danach, dass er sich auf Berlin, Alba, Coach Sasa Obradovic und die Euroleague freue. „Ich war vor zwei Jahren mit Cantu in der Euroleague und wollte unbedingt wieder dort spielen, weil es die beste Liga Europas ist“, erzählt der 28-jährige Belgier, der den Sommer mit der Familie und nicht wie sonst immer mit der Nationalmannschaft verbrachte. Seinem neuen Trainer sei er persönlich noch nicht begegnet, aber viel telefoniert hätten beide. „Der Coach erwartet von mir, dass ich gut verteidige und punkte“, erzählte Tabu. „Mit Cliff Hammonds werde ich mich, glaube ich, gut ergänzen, auch, wenn wir zusammen auf dem Parkett stehen.“

Zuvor war Jamel McLean bereits 22 Minuten zu früh und ohne Absperrungen gelandet, obwohl er erst von Augusta nach Atlanta, von dort nach Amsterdam und dann weiter nach Berlin geflogen war. Von dem 2,03 Meter großen Reboundkönig der vergangenen Saison erhofft sich Alba, dass er wie Tabu das Gesicht des Teams positiv verändert. „Der Coach hat mir gesagt, dass er meine physische Präsenz unter den Körben mag“, sagte der Mann aus Georgia. Er habe aber auch „den Sommer über an seinem Wurf“ von weiter weg gearbeitet.

Beide erzählten, sie hätten den Sommer über trainiert, obwohl man Basketball allein nicht simulieren könne. Ob sie so fit sind, wie sie in Tegel aussahen, wird sich am Montag bei den Tests im Unfallkrankenhaus Berlin zeigen.