Supercup

Aufregung um die Spider-Man-Maske

Aubameyang hätte Gelb sehen müssen – Kreuzbandriss bei Martinez

Auch nach dem Schlusspfiff posierte der Bayern-Schreck als Spider-Man. Auf Wunsch der vielen Fotografen streifte sich Pierre-Emerick Aubameyang die Stoffmaske des Comic-Helden wieder und wieder über den Kopf. Der viel beachtete Gag des Franzosen, der seinen Treffer zum 2:0-Endstand im Supercup gegen die Münchner mit der aus dem Stutzen gefischten Maske gefeiert hatte, passte zur ausgelassenen Stimmung der Dortmunder. „Das habe ich meinem Sohn Curtis zu seinem dritten Geburtstag versprochen“, erklärte Aubameyang seine Verwandlung zum Superhelden. Im Spiel gab es keine Sanktion, doch nach Regel 12 des DFB hätte es eine Gelbe Karte geben müssen. Dort heißt es zum Stichwort „übertriebener Torjubel“, dass ein Spieler Gelb erhält, wenn er „Kopf oder Gesicht mit einer Maske oder Ähnlichem bedeckt“.

BVB-Trainer Jürgen Klopp war’s egal. Wie im Vorjahr gewann seine Mannschaft den ersten Titel der Saison. Damit geht die Trophäe zum fünften Mal nach Dortmund. „Wir sind jetzt Supercup-Rekordsieger – es gibt Schlimmeres. Da machen wir ein T-Shirt draus“, sagte Klopp.

Doch die Erfahrung aus dem Vorjahr lehrt, das verdiente 2:0 durch die Tore von Henrich Mchitarjan und Aubameyang nicht überzubewerten. Schließlich lag die Borussia trotz des 4:2 im August 2013 am Ende der Saison stattliche 19 Punkte hinter dem Meister aus München. Nicht zuletzt deshalb riet Sebastian Kehl allen Beteiligten zu einer realistischen Sicht der Dinge: „Dieses Spiel war noch kein Maßstab dafür, was beide Teams in der Saison leisten können. Die Bayern bleiben Favorit.“

Der FC Bayern hingegen musste die Dienstreise nach Dortmund teuer bezahlen. Die Münchener müssen bis ins kommende Jahr ohne Javi Martinez , 25, auskommen. Eine Untersuchung in München bestätigte die Befürchtungen: Der spanische Nationalspieler hat sich bei einem Zweikampf im Strafraum einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen.

Martinez wird in den kommenden Tagen in die USA fliegen, um in Vail/Colorado von einem Spezialisten operiert zu werden. „Natürlich bin ich im Moment sehr traurig“, erklärte Martinez auf der Bayern-Internetseite. „Aber ihr braucht euch keine Sorgen zu machen – ich werde noch stärker zurückkommen.“