Rehabilitiert

Amerikaner Jacobs besiegt den Krebs und wird Box-Weltmeister

Der so heiß ersehnte Augenblick kam für Profiboxer Daniel Jacobs, 27, nach 2:58 Minuten der fünften Runde.

Sein Gegner Jarrod Fletcher, 30, war im Kampf um die vakante WBA-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht zum zweiten Male zu Boden gegangen, und Ringrichter Michael Griffin stoppte im Barclays Center im New Yorker Stadtteil Brooklyn das Duell. Daniel „The Miracle Man“ Jacobs war neuer Champion.

Es mutet in der Tat wie ein Wunder an. 2011 erkrankte der damals 24-jährige Amerikaner an Krebs. Der Tumor saß in der Wirbelsäule. Jacobs wurde operiert, durchlitt eine langwierige Rehabilitation und fand über das Boxen zurück ins Leben. Davon konnte sich bei seinem WM-Auftritt in New York jeder überzeugen.

Jacobs holte seinen Kontrahenten bereits in Runde eins einmal von den Beinen, dominierte auch die zweite Runde, um dann bis zur fünften das Tempo zu drosseln. „Ich wollte mit meiner Kraft haushalten, nicht müde werden. Als er nach dem Treffer in der ersten Runde weitergeboxt hat, habe ich mich zurückgehalten“, blieb er nach dem Triumph erstaunlich sachlich.

Sein Wunschgegner ist Landsmann Peter Quillin, Champion beim Weltverband WBO. Vorher wäre, bei einer nach einem Sieg üblichen freiwilligen Titelverteidigung, auch der Leverkusener Felix Sturm, 34, als ehemaliger WBA-Champion ein attraktiver Gegner.