Urteil

Beißer Suarez kämpft um mildere Strafe

Skandal-Stürmer Luis Suarez setzt auf die Gnade der höchsten Sportrichter.

In einer fünfstündigen Anhörung vor dem Cas-Berufungstribunal kämpfte der Uruguayer am Freitag in Lausanne um eine Verkürzung seiner Sperre wegen der Beiß-Attacke bei der Fußball-WM. Der internationale Sportgerichtshof will seine Entscheidung kommende Woche verkünden. Die Anwälte des Uruguayers wollen erreichen, dass der Bann auf Länderspiele beschränkt wird und Suarez schon bald für seinen neuen Arbeitgeber FC Barcelona auflaufen kann. Der Torjäger war für seinen Biss in die Schulter des Italieners Giorgio Chiellini im WM-Gruppenspiel für neun Pflicht-Länderspiele gesperrt und für vier Monate von allen Aktivitäten im Fußball ausgeschlossen worden. Er gilt nach ähnlichen Vorfällen im Trikot von Ajax Amsterdam und des FC Liverpool als Wiederholungstäter. Trotzdem verpflichtete der FC Barcelona den Angreifer für rund 75 Millionen Euro. Sollte der Cas das Strafmaß bestätigen, darf Suarez erst vom 25. Oktober an mit dem Team der Katalanen trainieren und in Spielen zum Einsatz kommen.