Blitz-Comeback

Tiger Woods bangt um Start beim Ryder Cup

Golfstar plagen vor wichtigstem Team-Turnier Rückenschmerzen

Tiger Woods gibt die Hoffnung nicht auf. Trotz seiner schmerzhaften Rückenverletzung arbeitet der Superstar an einem Blitz-Comeback, will unbedingt bei der Donnerstag beginnenden PGA Championchip starten und danach das Projekt Ryder Cup in Angriff nehmen. Ein Platz im siebten Flight am Donnerstagmorgen um 8.35 Uhr im Valhalla Golf Club in Louisville/Kentucky, wo das letzte Masters des Jahres stattfindet, ist jedenfalls für Woods reserviert.

Sein Manager Mark Steinberg hält sich zum genauen Gesundheitszustand von Woods bedeckt: „Es ist noch viel zu früh“, sagte Steinberg ESPN. „Er muss sich ausruhen und behandeln lassen. Mehr gibt es erst mal nicht zu sagen.“ Ob der 14-malige Major-Champion an den Start gehen wird, könnte sogar erst am Vorabend des Turniers entschieden werden.

Vieles spricht gegen den Golf-Superstar. Drei Turniere hat der 38-Jährige seit seinem Comeback Ende Juni nach dreimonatiger Verletzungspause erst gespielt – mit ernüchternden Ergebnissen. Auf der US-Tour in Bethesda verpasste er den Cut, bei der British Open reichte es nur zum 69. Platz. Als wäre das nicht schon frustrierend genug, kehrten am vergangenen Sonntag die Rückenschmerzen zurück, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn das vierte Major-Turnier des Jahres und der 40. Ryder-Cup (26. bis 28. September) stehen bevor – eine (erfolgreiche) Teilnahme ist unwahrscheinlich.

Der US-Superstar hatte bei der World Championship in Akron/Ohio seine Schlussrunde am neunten Loch abbrechen müssen. Der in der Weltrangliste seit seiner Rücken-OP Ende März vom ersten auf den zehnten Platz abgerutschte Woods gab von Schmerzen gepeinigt auf, musste vom Platz gefahren werden.

Doch selbst wenn er am Donnerstag an den Start gehen sollte, hat er einen Platz im US-Team beim bedeutendsten Golf-Mannschaftsturnier der Welt alles andere als sicher. „Ich würde Tiger Woods nominieren, wenn er gesund ist und gut spielt“, sagte US-Kapitän Tom Watson: „Momentan verheißt die Situation aber nichts Gutes.“ Denn derzeit erfüllt Woods keine der beiden Bedingungen. Am 2. September werden die Nominierten für die US-Mannschaft bekannt gegeben. Woods rennt die Zeit davon. Masters-Champion Bubba Watson, der Ex-US-Open-Sieger Jim Furyk, Youngster Rickie Fowler sowie Jimmy Walker und Matt Kuchar haben sich bereits für das zwölfköpfige Team qualifiziert.