Handball

Hanning fordert von DHB-Junioren den EM-Titel

Fünf Spiele, fünf Siege – die deutschen Junioren-Handballer eilen bei der Europameisterschaft in Österreich von Erfolg zu Erfolg.

Während die A-Nationalmannschaft zuletzt von einer Verlegenheit in die nächste stolperte, reift im DHB-Nachwuchs eine hoffnungsvolle Generation heran. Verbandsvizepräsident Bob Hanning, auch Geschäftsführer beim Bundesligisten Füchse Berlin, sieht im Team von Trainer Markus Baur einige potenzielle Spieler für das Projekt „Olympiagold 2020“ – und fordert nicht weniger als den EM-Titel.

„Wir holen den Titel, ganz klar“, sagte Hanning vor dem Halbfinale am Freitag gegen Titelverteidiger Spanien: „Das muss unser Anspruch sein, und das können wir von der Mannschaft auch erwarten. Ich will diesen Titel, damit die Spieler lernen, zu gewinnen. Von solchen Erfahrungen werden sie in den kommenden Jahren zehren.“

Bob Hanning ist so etwas wie der Edelfan des Junioren-Teams (U20). Täglich pendelt er mit dem Flieger zwischen Berlin und Wien, um bei den Spielen live dabei zu sein. Nach dem Halbfinaleinzug durch ein 28:25 gegen Slowenien war er geradezu verzückt: „Das Team gibt ein sehr gutes Bild ab, ist voll fokussiert und konzentriert und von allen EM-Teilnehmern am besten aufgestellt.“

In der vom Trainer-Doppel Markus Baur und Axel Kromer betreuten Mannschaft sind mit den beiden Shootingstars Paul Drux und Fabian Wiede (Füchse Berlin), Simon Ernst (VfL Gummersbach), Tim Suton (Rhein-Neckar Löwen) oder Yves Kunkel (GWD Minden) zahlreiche Akteure, denen eine große Karriere winkt. „Ich erwarte von einigen Spielern dieser Mannschaft, dass sie spätestens 2019/2020 echte Leistungsträger sind“, sagte Hanning.

Der aktuelle Siegeszug darf auch als erster Erfolg des neuen DHB-Präsidiums um Verbandschef Bernhard Bauer und Bob Hanning gewertet werden, die auf dem Weg zur Heim-WM 2019 und den Olympischen Spielen 2020 in Tokio verstärkt auf die Jugend setzen. Kommende Saison gehe es nun darum, so Hanning, „diese Talente in der Liga weiter maximal zu fördern“.