Finanzen

Hertha kassiert nur halb so viel wie die Bayern

TV-Einnahmen der Klubs fallen sehr unterschiedlich aus

Die Erfolge des FC Bayern zahlen sich aus. Allein insgesamt 47,6 Millionen Euro aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sind dem Double-Gewinner als Einnahme schon vor dem Start der 52. Bundesliga-Saison am 22. August sicher. Damit führen die Bayern nach einem Bericht des Fachmagazins „Kicker“ die Bundesliga-Tabelle der Vermarktungseinnahmen an.

Folglich könnten die Bayern nach den 37,2 Millionen Euro aus der nationalen und 10,4 Millionen aus der internationalen Vermarktung in der kommenden Spielzeit 2014/15 die 50-Millionen-Marke knacken. Für den Gewinn der Meisterschaft erhält der Rekordtitelträger ein Platzierungsgeld von drei Millionen, der Vizemeister 2,5 Millionen Euro.

Insgesamt schüttet die DFL in der neuen Saison an die 36 Profiklubs 709,5 Millionen Euro aus, 57,1 Millionen mehr als in der vergangenen Saison. Die Summe setzt sich zusammen aus 642 Millionen Euro an nationalen und 67,5 Millionen aus internationalen Medienerlösen zusammen. Dazu kommen 29 Millionen Euro aus der Gruppenvermarktung.

Ab der kommenden Spielzeit wirkt ein neuer Verteilungsschlüssel der DFL, werden die gestaffelten Honorare auf der Basis des in der vorangegangenen Saison erreichten Tabellenplatzes in der Fünf-Jahres-Wertung ausgeschüttet.

„Den Vereinen und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und Zweiten Liga ist damit bereits vor Saisonstart bekannt, mit welchen genauen Summen sie planen können“, erklärte die DFL. Dabei wird die zuletzt gespielte Saison mit dem Faktor 5 gewertet, die vorangegangenen Spielzeiten mit den Faktoren 4,3,2 und 1.

Hertha (21,19 Mio.) hat nach zwei Abstiegen und zwei Jahren in der Zweiten Liga derzeit einen schlechten Schlüssel und liegt in der TV-Rangliste nur vor den beiden Aufsteigern 1. FC Köln (19,90) und SC Paderborn (18,61).