Chance

Serie von Wilmots soll auch gegen Argentinien halten

Vincent Kompany, mit Hörnern und einem diabolischen Grinsen, sitzt Lionel Messi gegenüber.

Der argentinische Superstar strahlt im weißen Gewand, hinter dem Belgier blitzt es aus dunkelroten Wolken. Die beiden messen sich im Armdrücken. „Am Sonnabend sieht Gott dem Teufel in die Augen“, heißt es über dem Bild, das das Internetportal Voetball.be über Twitter verbreitete.

Ganz Belgien kann es kaum erwarten, dass seine Roten Teufel Argentiniens Messias auf die Hörner nehmen. „Das ist ein Spiel, das das ganze Land sehen will“, sagte Mannschaftskapitän Kompany, „ein Viertelfinale gegen Argentinien – das ist ein Traum.“ In Brasilia wird er Wirklichkeit. „Ich habe alles schon in meinem Kopf“, sagt Trainer Marc Wilmots, der mit einer beeindruckenden Serie in das Duell geht. Kein einziges der 14 Pflichtspiele seit seinem Amtsantritt 2012 hat der ehemalige Schalker Eurofighter verloren, zwölf davon gewonnen.

Die Schwäche des zweimaligen Weltmeisters hat der 45-Jährige auch schon ausgemacht: „Es fehlt die Balance im Team.“ Einen Sonderbewacher für den Superstar will Wilmots nicht abstellen. „Gegen individuelle Klasse hilft das Kollektiv“, sagte er: „Messi ist ein außergewöhnlicher Spieler. Wenn er in guter Form ist, wird er uns sicher vor Probleme stellen. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich immer ein starkes Kollektiv wählen.“