Fußball

Wegen des Regens wäre das Spiel fast verlegt worden

Land unter in Recife.

Im Stadtzentrum versanken Autos und Motorräder regelrecht in den Fluten, in der Arena Pernambuco spielten Deutschland und die USA dennoch um den Einzug ins Achtelfinale. Trotz stundenlanger sintflutartiger Regenfälle befand sich der Rasen im Stadion in einem erstaunlich guten Zustand. An die „Wasserschlacht von Frankfurt“ bei der WM 1974 zwischen Deutschland und Polen reichte das Gruppen-Finale deshalb bei Weitem nicht heran. Der Ball rollte auf dem glitschigen Untergrund und blieb nicht wie bei der Partie vor 40 Jahren in Pfützen hängen.

Dennoch stand lange ein Fragezeichen hinter einem regulären Ablauf. Der Weltverband Fifa hatte eine Verschiebung des Anstoßes um eine Stunde auf 14 Uhr in Erwägung gezogen. Sogar über eine Absage und Verlegung auf den nächsten Tag war spekuliert worden. Zwei Stunden vor der Partie kam von der Fifa Entwarnung. Um den vollgesaugten Rasen zu schonen, wurde das Aufwärmprogramm auf einen schmalen Streifen außerhalb des Spielfelds verlegt. Auch die Fünfmeterräume waren weit vor dem Spiel mit einer Plastikplane zugedeckt worden.

Vom Flughafen fuhren kaum noch Taxen zum Stadion, und wenn, brauchten sie zwei bis drei Stunden für die Strecke, was normalerweise 30 Minuten dauert. 20 Minuten vor Anpfiff war das Stadion deshalb noch relativ leer.