Gruppensieger

Frankreich schont sich für die nächste Runde

Qualifiziert, aber fast blamiert: Frankreich ist mit Hängen und Würgen als Gruppensieger ins WM-Achtelfinale eingezogen und hat die bösen Geister von 2010 endgültig vertrieben.

Mit einer besseren B-Elf kam die Equipe Tricolore gegen Ecuador in Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus, eine Katastrophe wie beim peinlichen Vorrunden-Aus vor vier Jahren lag aber nicht mehr in der Luft. Die Südamerikaner schieden als einziges von sechs Teams ihres Kontinents aus, weil sie den zweiten Platz noch an die Schweiz verloren.

Den Tiefpunkt einer völlig verkorksten WM erlebte Ecuadors Kapitän Antonio Valencia. Der Angreifer von Manchester United sah in der 50. Minute nach grobem Foulspiel an Lucas Digne die Rote Karte und schwächte sein Team damit. Karim Benzema und Co. reichte der eine Punkt zum Gruppensieg. Gegner in der Runde der letzten 16 ist am Dienstag in Sao Paulo nun Nigeria.

Ohne Stammkräfte wie Patrice Evra, Raphael Varane oder Mathieu Valbuena versprüht die Equipe Tricolore nicht den Glanz der ersten beiden Partien und hätte trotz drückender Überlegenheit in Überzahl beinahe noch das 0:1 kassiert. Frankreichs Trainer Didier Deschamps hatte im Vergleich zum 5:2 gegen die Schweiz munter durchgewechselt. Die Franzosen spielten dennoch schnell und schnörkellos, Ecuadors Profis wirkten ausgerechnet im entscheidenden Vorrundenspiel etwas gehemmt und gingen – Valencia ausgenommen – nicht mit der gewohnten Vehemenz in die Zweikämpfe. Aus ihrer Überlegenheit schlugen die Franzosen jedoch keinen Profit.