Personalien

Der FC Barcelona schnappt sich Chiles Torhüter

Claudio Bravo wird Konkurrent von Marc-André ter Stegen

Der chilenische Triumph über Weltmeister Spanien war noch nicht perfekt, der Schiedsrichter hatte die Partie noch nicht abgepfiffen, da meldeten spanische Onlinemedien einen Transfer, der bei einem deutschen Torhüter für einige Bauchschmerzen sorgen könnte. Demnach soll der chilenische Torhüter Claudio Bravo von Real Sociedad San Sebastian zum FC Barcelona wechseln. Zwölf Millionen Euro sollen die Katalanen für den Keeper bezahlen, der gegen Spanien seinen Kasten sauber hielt.

Etwas irritieren dürfte der Wechsel den ehemaligen Gladbacher Torhüter Marc-André ter Stegen. Denn mit Bravo erhält der Deutsche, der ab der kommenden Saison bei Barcelona spielt, sehr starke Konkurrenz. Für ter Stegen, der trotz seiner guten Leistungen nicht von Joachim Löw für die WM nominiert wurde, geht es vor allem darum, durch viele Einsätze wieder in die Top drei der deutschen Torhüter zu stoßen.

Vidal sieht sein Team im Finale

Chiles Erfolg sorgte aber auch abseits dieser Meldung für seltsame Momente. So schnappte sich Verbandspräsident Sergio Jadue den Spielball und gab ihn nicht wieder her. Mit der Kugel unter dem Arm gab er Interviews und bekannte: „Das war einer dieser historischen Meilensteine. Aber es liegt noch genug Geschichte vor uns.“ Was unter dieser vieldeutigen Aussage zu verstehen war, machte der Ex-Leverkusener Arturo Vidal klar: „Wir fahren aus Rio weg, aber kommen am 13. Juli wieder.“ An diesem Tag findet im Maracana-Stadion das Endspiel der Weltmeisterschaft statt.

Nicht erleben werden diesen Tag mindestens 85 randalierende chilenische Anhänger. Diese hatten vor Anpfiff der Partie gegen Spanien ohne gültige Eintrittskarten das Pressezentrum des Stadions gestürmt und für Chaos gesorgt. Erst der Einsatz von Polizeikräften konnte die Situation wieder beruhigen. Bei der Aktion wurden Schränke, Trennwände und eine Glastür zerstört. Fünf Personen wurden verletzt. Die Festgenommenen müssen Brasilien binnen 72 Stunden verlassen, sonst droht ihnen die Ausweisung.

Auch wenn die Situation schnell wieder unter Kontrolle war, gibt es eine Sicherheitsdebatte rund um das Maracana. Bereits beim ersten Spiel am Sonntag zwischen Bosnien-Herzegowina und Argentinien kam es zu einem kleineren Vorfall. 30 argentinische Fans hatten einen Sicherheitszaun überwunden, waren aber festgehalten worden. Bei Festivitäten in Santiago de Chile rasteten die Fans völlig aus – zerstörten 527 Busse!