Fußball

WM-Fieber

Alexander Gerst, Astronaut auf der Internationalen Raumstation ISS, präsentierte sich in einer Video-Botschaft demonstrativ im DFB-Trikot. „Möge der Bessere gewinnen. Viel Glück“, sagte Deutschlands Mann im All. In dem Clip zeigt Gerst rund 400 Kilometer über der Erde mit seinen US-Kollegen Reid Wiseman und Steven Swanson auch artistische Fallrückzieher und Torwartparaden mit einem kleinen Fußball in der Schwerelosigkeit. Der 38-jährige Geophysiker aus Künzelsau sagte, er habe mit der Flugleitzentrale vereinbart, zumindest manche WM-Spiele live verfolgen zu können.

Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, 39, ist mit großer Gefolgschaft im Hafen von Rio de Janeiro eingetroffen und hat auf der Mega-Yacht Topaz von Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan, Klubbesitzer von Englands Meister Manchester City, gleich sein luxuriöses Quartier bezogen. Die Yacht des „Ölprinzen“ aus Abu Dhabi gilt als fünftgrößte der Welt, misst 147 Meter, hat drei Swimming-Pools, zwei Hubschrauber-Landeplätze und soll rund 400 Millionen Euro kosten.

Die brasilianische Sängerin Claudia Leitte hat Bekanntschaft hat mit dem strengen Regelwerk des Weltfußball-Verbands Fifa gemacht. Leitte, die bei der WM-Eröffnungsfeier in Sao Paulo zusammen mit US-Popdiva Jennifer Lopez und dem Rapper Pitbull den offiziellen WM-Song „We Are One“ sang, musste auf Druck von Fifa-Offiziellen ein Trikot des spanischen Fußballklubs FC Barcelona wieder ablegen. Den Fifa-Beobachtern war es ein Dorn im Auge, dass auf dem Leibchen die Barca-Sponsoren Nike und Qatar Airways erkennbar waren. Für die WM hat die Fifa Verträge mit Adidas und der Fluggesellschaft Emirates.

Die renommierte italienische Sporttageszeitung „Gazzetta dello Sport“ ist als deutlich sichtbares Zeichen der Unterstützung für die Squadra Azzurra erstmals nicht in rosa, sondern in blau erschienen. Die gesamte Ausgabe zum Auftakt der WM wurde auf hellblauen Seiten gedruckt. Die auflagenstärkste Sportzeitung Italiens und die zweitälteste der Welt erscheint seit dem 2. Januar 1899 in rosa. Damit konnte sich die Zeitung optisch von der Konkurrenz abheben. Die größte bisher erreichte Auflage betrug 2,30 Millionen – nach dem Weltmeistertitel der Nationalmannschaft bei der WM 2006 in Deutschland.

Der ehemalige Fifa-Referee Bernd Heynemann hält nichts von der Schiedsrichter-Spraydose zur Markierung von Freistößen. Ob die Spieler Anweisungen befolgten, sei allein eine Frage der Autorität. „Ist die nicht da, hilft auch kein Schaumspray“, sagte Heynemann, 60. Die Schiedsrichter können bei der WM bei Freistößen mit der Spraydose den genauen Tatort markieren. So soll die Mauer in Ruhe platziert werden und der Schütze kann den Ball nicht umlegen.

US-Filmemacher Spike Lee präsentierte zum WM-Anstoß einen Fußball-Kurzfilm. Wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ meldete, veröffentlichte Lee den Streifen „The Game“ (Das Spiel) bei der Video- und Musikplattform iTunes von Apple. Gedreht hatte er „The Game“ in Rio de Janeiro. Der Film zeigt die Geschichte eines brasilianischen Jungen, der einem Fußball durch die Straßen der Stadt folgt – von dem Armenviertel, in dem er lebt, bis ins Stadion. Lees Film ist Teil einer Reihe von elf Kurzvideos und Songs zum Thema Fußball.

Niederlands Torjäger Klaas-Jan Huntelaar kam sein Lospech teuer zu stehen. Mit Teamkollegen war der Schalker in einem Restaurant. Als es um die Rechnung ging, steckten die Fußballer ihre Kreditkarten in einen leeren Champagner-Kühler und ließen den Kellner ziehen. Er fischte die Karte von Huntelaar heraus, der die Rechnung bezahlen musste.