Volleyball

Aloha im Doppelpack

BR Volleys verpflichten mit Erik Shoji den Bruder ihres Zuspielers Kawika aus Hawaii

Der Deutsche Meister BR Volleys hat für die kommende Saison mit US-Nationalspieler Erik Shoji den Bruder von Zuspieler Kawika Shoji verpflichtet. Der 24 Jahre alte Libero aus Hawaii wechselt vom österreichischen Titelträger und Pokalsieger Hypo Tirol Innsbruck nach Berlin.

Der um zwei Jahre jüngere und um zwölf Zentimeter kleinere Bruder von Kawika Shoji (1,92 Meter) spielte bereits 2012/2013 für CV Mitteldeutschland in der Bundesliga und kam schon des öfteren zu Besuch nach Berlin. Künftig werden sich die beiden täglich sehen, wie derzeit auch in Chicago, wo die Brüder mit dem Team USA in der World League spielen, noch ungeschlagen sind und an diesem Wochenende zweimal auf Serbien treffen, die wie die USA vier Siege ohne Niederlage auf dem Konto haben.

Der Gedanke, die BR Volleys hätten den kleinen Bruder geholt, damit Kawika Shoji, der schon seit 2011 für die Berliner spielt und im Mai trotz zahlreicher Angebote seinen Vertrag bis 2015 verlängerte, glücklich ist, liegt nahe, ist aber bestenfalls Quatsch. Erik Shoji ist einer der besten Liberos der Welt und führt auch derzeit die Annahmestatistik der World League an.

„Mit seinen Stärken in Annahme und Abwehr wird Erik uns in der kommenden Saison noch flexibler machen“, freut sich Volleys-Manager Kaweh Niroomand, in dessen Team ja bereits mit Martin Krystof ein überragender Libero tätig ist. „Wir wollten, ohne die Harmonie der Mannschaft kaputt zu machen, noch mehr Reize setzen und für größeren positiven Druck innerhalb des Teams sorgen.“ Zudem erklärt Niroomand, sei es ja in der Bundesliga und international erlaubt, mit zwei Liberos zu spielen. Jetzt hätte sein Team „ganz andere taktische Möglichkeiten“.

Kawika und Erik spielten, abgesehen vom Nationalteam, zuletzt für die Stanford University in einem Team. Mit dem Gewinn der US-College-Champions 2010 setzten sie eine Familientradition fort. Vater Dave führte in 34 Jahren die Frauen der Uni von Hawaii als Cheftrainer zu vier nationalen Meisterschaften. Champion zu werden, liegt bei den Shojis in der Familie.

Unabhängig von den Volleys wurden die Frauen des Erstligisten Köpenicker SC auf der Suche nach einer Verstärkung ebenfalls in den USA fündig. Erica Wilson, 25, soll den Mittelblock der Berlinerinnen verstärken.