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Boykottdrohung zur Heim-WM

Boykott Als nach der Auslosung am 5. Januar 1974 feststand, dass DDR und Bundesrepublik gemeinsam in der Gruppe 1 spielten, wurde von DDR-Seite ein Boykott erwogen. Grund war die Befürchtung eines imageschädigenden Resultates im Bruderduell. Zudem intervenierten die Funktionäre erfolglos bei der Fifa wegen des zweiten Gruppenspiels gegen Chile in West-Berlin, das nach Ansicht der DDR nicht Bestandteil der Bundesrepublik war.

Torschützenkönig Die meisten Tore erzielte der Pole Grzegorz Lato mit sieben Treffern. Gerd Müller erzielte für die Bundesrepublik vier Treffer. Einen davon beim 2:1 im Finale gegen die Niederlande. Damit holte Deutschland 20Jahre nach dem Wunder von Bern den zweiten WM-Titel.

Neuer Pokal Da Brasilien 1970 nach dem dritten Titel den Coupe Jules-Rimet behalten durfte, schrieb die Fifa eine neue Trophäe aus. Der italienische Künstler Silvio Gazzaniga schuf den 36,8 Zentimeter hohen und 6175 Gramm schweren Pokal aus 18-karätigem Gold. Franz Beckenbauer durfte ihn nach dem Finale von München als erster Spieler am 7. Juli 1974 in den Händen halten.