Demonstration

Seleção bekommt Protest hautnah zu spüren

Der Unmut der Fans in Brasilien macht selbst vor der Seleção nicht halt.

„Es wird keine Weltmeisterschaft, es wird Streiks geben“ und „Wir brauchen Schulen, keine Stadien“ lautete die Aufschrift auf zwei Bannern, die vor dem Mannschaftshotel von zwei Demonstrantinnen in die Höhe gehalten wurden. Damit bekam die Auswahl zum Auftakt ihrer Vorbereitung einen Vorgeschmack darauf, was bei der Fußball-WM (12. Juni bis 13. Juli) im Gastgeberland möglicherweise dauerhaft los sein wird. Die Protestfront skandierte jedenfalls bei der Abfahrt des Mannschaftsbusses zum Trainingsgelände in Teresópolis lautstark ihre Parolen und hielt den Bus sogar auf. Schon am Galeao-Flughafen hatte es bei der Ankunft des fünfmaligen Weltmeisters Proteste von Lehrern gegeben, die bessere Schulbildung und mehr Investitionen verlangten.

Um einen Mannschaftsbus ging es auch bei den Franzosen: Ein Sponsor der Nationalmannschaft verschrottete ein Gefährt, das dem der Equipe tricolore bei der für sie katastrophalen WM 2010 nachempfunden war. Der Bus sei das Symbol einer Bürde, hieß es.