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Paris-Scheich lacht Uefa aus und kauft Luiz für 50 Millionen

David Luiz kommt nach Paris. Nicht der Liebe wegen, der Wechsel des brasilianischen Verteidigers vom FC Chelsea zum französischen Meister Paris St. Germain ist knallhartes Business – in einer Größenordnung von 50 Millionen Euro.

Das überrascht, denn vor einer Woche hatte die Europäische Fußball-Union (Uefa) neun europäische Klubs wegen Verstößen gegen Richtlinien des Financial Fair Play bestraft. Darunter auch PSG, 60 Millionen Euro müssen die Franzosen bezahlen. Und als Reaktion darauf kauft man nun den teuersten Abwehrspieler aller Zeiten.

Die Botschaft des katarischen Klub-Präsidenten Nasser Al-Khelaifi lautet folglich: Mich interessieren die Strafen nicht. „Die Spieler, die ich haben möchte, werde ich auch bekommen“, hatte der milliardenschwere Scheich gesagt. „Diese Sache“, erklärte Al-Khelaifi und meinte das Bußgeld, „ändert nichts an unserem Projekt, der Motivation des Klubs und den Spielern.“ Die Strafe werde man „respektieren und akzeptieren“, sagte der Scheich, „Aber nichts und niemand wird uns stoppen, unser Traum ist größer.“

Für Bayern München bedeutet das, dass trotz der Sanktionen Spieler dieser Kategorie auch künftig schwer zu bekommen sein dürften. Der deutsche Rekordmeister hatte Luiz als Ergänzung zu dessen Landsmann Dante auf dem Zettel. Aber nun profitiert PSG-Trainer Laurent Blanc. In vier Spielzeiten bei Chelsea flog der 27-Jährige nie vom Platz, sammelte nur 22 Gelbe Karten und erzielte dabei noch sechs Tore. In Paris dürfte er mit Landsmann Thiago Silva die Innenverteidigung bilden. Der 29 Jahre alte Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft war 2012 im Paket mit Zlatan Ibrahimovic für 62 Millionen Euro aus Mailand an die Seine gewechselt.

Für Al-Khelaifi ist das alles logisch. „Unser Ziel, einen der besten und wettbewerbsfähigsten Vereine im europäischen Fußball aufzubauen, wird durch diese Maßnahmen nicht untergraben“, sagt der Scheich. 60 Millionen nimmt man da schon mal aus der Portokasse.