Wasserball

Spandau will Politze zum Abschied den Meistertitel schenken

Matchball vergeben, Stimmung auf dem Tiefpunkt? Nicht beim Wasserball-Rekordmeister Spandau 04.

Die aus Sicht von Manager und Interimstrainer Peter Röhle „unnötige“ 6:7-Auswärtsniederlage seiner Wasserfreunde im vierten von maximal fünf Finalspielen beim ASC Duisburg sei eher „zusätzliche Motivation“. Der Spandauer Optimismus vor dem entscheidenden Spiel am Sonnabend (18 Uhr, Schwimmhalle Schöneberg) gründet sich auf den Heimvorteil. „Unsere Fans sind wie ein zusätzlicher Spieler. Nach einem Jahr ohne Titel wollen wir sie mit dem Double entschädigen. Also werden wir Duisburg schlagen, wie im Pokal“, sagte Röhle.

Einen Tick zurückhaltender sieht Präsident Hagen Stamm dem letzten Saisonspiel entgegen. „Wir haben es in Duisburg in der Hand gehabt und etwa zur Spielmitte den Faden verloren. Das wird auswärts bestraft und dann kamen noch eine oder zwei unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter hinzu“, sagte der Berliner. Sorgen machen ihm momentan zwei angeschlagene Spieler. „Moritz Oeler und Mateo Cuk mussten beide am Auge genäht werden. Wir müssen sehen, wie unbelastet sie in die Partie gehen können.“

Dagegen steht der Einsatz von Torjäger Marc Politze fest, es ist sein letzter. Der 36-Jährige beendet seine Karriere, was er bereits am Ende der vorherigen Spielzeit tun wollte, ohne Titel dann aber noch mal verschob. „Marc ist ein Ausnahme-Wasserballer“ sagt Schwiegervater Hagen Stamm. „Wir wollen ihm den perfekten Ausstieg ermöglichen, mit dem Titel.“

Als Kandidat für den mit Saisonende vakant werdenden Trainerposten – Röhle ist als Polizist auf Dauer zu eingespannt – steht Politze aber noch nicht zur Verfügung. „Marc macht zwar gerade einen Trainerschein, aber er müsste schon die Leiter vom Jugend- in den Profibereich emporklettern. Für 2014/2015 brauchen wir auf jeden Fall einen neuen Headcoach“, sagte Stamm.