Niederlage

Weißrusslands NHL-Star zerstört WM-Hoffnungen der Deutschen

Zwei Drittel lang durften die deutschen Eishockey-Nationalspieler noch vom WM-Viertelfinale träumen, dann folgte das böse Erwachen.

Mit zwei Toren im Schlussabschnitt fügte Weißrusslands NHL-Star Michail Grabowski (Wahsington Capitals) der jungen DEB-Auswahl eine bittere 2:5 (2:1, 0:1, 0:3)-Niederlage zu – und zerstörte alle deutschen Hoffnungen.

„Grabowski war nicht zu stoppen“, sagte Bundestrainer Pat Cortina nach der Pleite gegen die WM-Gastgeber: „Wir waren 40 Minuten lang die bessere Mannschaft, aber wir hatten kein Glück. Immer wenn wir einen Fehler gemacht haben, war der Puck im Netz. Wir dürfen jetzt den Kopf nicht hängen lassen, sondern müssen zurückschlagen. Aber das wird schwer.“

Die Runde der letzten Acht ist praktisch außer Reichweite. Nach der dritten Niederlage im fünften Spiel liegt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Vorrundengruppe B aussichtslos zurück. In den letzten beiden Partien gegen Rekordweltmeister Russland am Sonntag (19.45 Uhr) und den Olympiavierten USA am Dienstag (11.45 Uhr/beide Sport1) müsste das Cortina-Team mindestens vier Punkte holen und zudem Schützenhilfe der Konkurrenz erhalten.

„Einen Haken machen wir erst drunter, wenn das Turnier vorbei ist“, sagte Torschütze Alexander Barta trotzig, gab aber immerhin zu: „Es wird noch schwerer.“

Die Tore des Mannheimers Kai Hospelt (9.) und des Münchners Barta (12.) hatten Hoffnung geschürt. Andrej Stepanow (16.), Alexej Ugarow (35.), Grabowski (43. und 50.) und Geoff Platt (45.) drehten aber das Spiel. Barta: „Die haben ein paar Jungs drin, die ein paar Millionen verdienen.“ Offenbar zu Recht.