Gewonnen

Alba zieht ins Halbfinale ein

Berlins Basketballteam beendet die Serie gegen Ulm mit einem 95:89-Auswärtssieg

Die Ulmer Gefahr ist gebannt, Alba Berlin steht im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Der Mannschaft von Sasa Obradovic gelang in der Best-of-five“-Serie des Viertelfinales mit dem 95:89 (42:41) in Ulm der entscheidende dritte Sieg. Auf wen die Berliner in der Vorschlussrunde treffen, entscheidet sich im Duell Bamberg gegen Quakenbrück, in dem der Meister aus Franken mit 1:2 in Rückstand liegt.

Die Mannschaft sei verärgert gewesen, weil dieses Spiel durch die Niederlage in Spiel drei überhaupt nötig geworden war, erklärt Sportdirektor Mithat Demirel. „Auch da hatten wir ja unsere Chancen, sie aber nicht genutzt. Der Ärger war spürbar und alle schon den ganzen Tag über sehr konzentriert“. In und im Finale gegen Ulm hatte Alba ja im März den Pokal gewonnen. „Mit dem Gefühl hier gewinnen zu können, sind wir auch hierher gefahren. Hier erneut bestanden zu haben, ist schon stark.“

Für das erste Wohlgefühl des Abends sorgte Clifford Hammonds, der Albas erste Punkte gleich mit einem Distanzwurf erzielte und damit die Hoffnung schürte, dass die Wurfquote der Berliner nicht abermals so unterirdisch ausfallen würde wie bei der 64:71-Niederlage am Donnerstag in der O2 World. Mut machte ebenfalls, dass sich das Team von Sasa Obradovic gleich bei den Rebounds hervortat. Die Berliner gerieten zwar wie in den Spielen zuvor erneut in Rückstand, warteten aber dieses Mal nicht bis zur zweiten Hälfte, um auch mal in Führung zu gehen. Beim Stand von 7:12 (6.) brachten Akeem Vargas und David Logan die nächsten Dreier ins Ziel. Reggie Redding schloss die 10:0-Serie zum 17:12 (8.) ab. Jetzt mussten die Hausherren dem Gegner in eigener Halle hinterher laufen.

Wäre der 22-jährige und 2.04 große Daniel Theis, der gerade erst als bester Nachwuchsspieler der Liga geehrt wurde, nicht erneut in überragender Form aufgelaufen, hätte dieser Zustand sicher noch länger angehalten. Zusammen mit Keaton Nankivil und Philip Schwethelm brachte der Youngster die Ulmer wieder ins Spiel, in dem Führungen auf beiden Seiten jetzt nur kurz Bestand hatten. Dank Logans Dreier ging Alba mit einem hauchdünnen 42:41 in die Halbzeit. Positiv: Neben Logan und Hammonds trafen auch Alex King, Vargas und Redding in der ersten Halbzeit aus der Distanz. 48 Stunden zuvor hatte Alba bei 22 Versuchen gerade mal vier Dreier versenkt.

Schon in den drei Spielen zuvor hatte Ulm angesichts der gewohnt aggressiven Berliner Defensive Wirkung gezeigt, nur sei die Partie am Donnerstag „nicht gebrochen worden“, wie es Geschäftsführer Marco Baldi ausdrückte.

Hammonds zieht den Schlussstrich

Zu behaupten, dass die Partie in Ulm „gebrochen“ worden sei, wäre übertrieben, aber Logan und Hammonds, mit 23 und 20 Punkten beste Berliner, und auch Redding (15) trafen weiter. Kurz vor Ende des dritten Viertels führte Alba 71:56. Und dennoch wurde es noch einmal knapp, weil gerade Albas beste Werfer in der Schlussphase an der Freiwurflinie schwächelten. Ulm kam dank Theis (26 Punkte) und Edgar Sosa (17) neun Sekunden vor Schluss aber nur noch 91:89 heran. Dann trat Hammonds an die Freiwurflinie und schickte die tapferen Ulmer in die Ferien.