Radsport

Velothon-Chef will Dopingsünder Zabel ins Team zurückholen

So wenig prominent besetzt war das Berliner Eliterennen der Radprofis im Rahmen des Velothons (12.500 Teilnehmer) noch nie.

Die vierte Auflage am Sonntag leidet an der starken Konkurrenz des parallel laufenden Giro d’Italia und der Kalifornien-Rundfahrt. Gerald Ciolek, der im Vorjahr den Klassiker Mailand-San Remo gewann, ist der einzige große Name.

Rund 130 Profis stehen am Start des des 175-Kilometer-Rennens, das bisher von den Topsprintern Marcel Kittel (2011/2013) und André Greipel (2012) gewonnen wurde. Beide sind diesmal nicht am Start. Kittel kuriert seine schwere Erkältung aus, die er sich beim ersten Giro-Start eingefangen hat. André Greipel ist nach seiner Schulterverletzung noch nicht wieder in Form.

Die interessanteste Personalie betrifft den Organisationsstab: Erik Zabel ist offensichtlich auf dem Rückweg dorthin. „Er geht am Sonntag im Jedermann-Rennen an den Start. Wir werden uns mit ihm zusammensetzen“, sagte Rennchef Frank Bertling. Es solle geklärt werden, wie und wann der im Vorjahr zum zweiten Mal dopinggeständige Ex-Profi wieder für die Veranstalter tätig sein kann. Seit seinem Geständnis war der frühere Superstar aus der Öffentlichkeit weitgehend abgetaucht.