Basketball

Alba muss im Viertelfinale noch einmal nachsitzen

Berliner vergeben Matchball gegen Ulm und verlieren 64:71

Der Wunsch von Alba-Kapitän Sven Schultze, in dieser Saison nicht mehr nach Ulm fahren zu müssen, erfüllt sich nicht. Alba verlor Donnerstagabend Spiel drei der Best-of-five-Serie des Viertelfinales um die deutsche Meisterschaft gegen die Schwaben vor 9.326 Zuschauern in der O2 World mit 64:71 (33:39). Die Berliner führen noch mit 2:1 Siegen und müssen jetzt am Sonnabend (19 Uhr) die ungeliebte Reise nach Ulm antreten. Alba lag nie in Führung und traf nur 37 Prozent der Würfe aus dem Feld.

„Wir fahren jetzt nach Ulm, um zu gewinnen. Das haben wir in dieser Saison schon dreimal geschafft“ sagte Akeem Vargas. Die Gäste zeigten gleich mit einer Dreierserie, dass sie bereit waren, das jähe Saisonende abzuwenden. Alba verteidigte zwar besser als in Spiel zwei, hatte aber mit der Gegenwehr einer Mannschaft zu kämpfen, die mit dem Rücken am Abgrund stand. Spielerisches war nur selten zu sehen.

Albas erste offensive Impulse setzte Levon Kendall, der schon 48 Stunden zuvor in Ulm bester Berliner war. Mit zwei hart erarbeiteten Körben aus Nahdistanz und einem Block gegen Ulms Keaton Nankivil führte er die Berliner von 9:15 auf 15:15 (7.) heran. Mehr ging nicht, denn die Probleme, die die Schwaben mit dem Kanadier hatten, hatte Alba mit Ulms Edgar Sosa, der mit seinem schnellen Zug zum Korb großen Anteil hatte, dass die Hausherren weiter hinterher liefen. In der 16. Minute glich Vojdan Stojanovski, die Partie erneut zum 28:28 aus. Aber Alba war weiter nur in Korbnähe gefährlich oder verlor den Ball, während die Ulmer auch aus der Distanz punkteten. Zur Halbzeit lag Alba erneut zurück – 33:39.

Albas Wurfausbeute blieb mangelhaft, aber die Berliner beeindruckten ihre Gäste mehr und mehr mit ihrer Verteidigung. Da aber vorn nicht getroffen wurde, wuchs der Rückstand auf 39:54 (28.) an. Alle in der Arena spürten: wenn Alba eine erneute Reise nach Ulm abwenden wollte, müsste die Aufholjagd bald beginnen. Erstes Ziel musste sein, schnell mit weniger als zehn Punkten hinterher zu laufen. Was Kendall, der am Ende mit 18 Punkten Albas bester Werfer war, auch gelang (48:57/ 30.). Aber auch der Dreier von Reggie Redding zum 56:60 (32.) brachte nicht die Wende. Dank Daniel Theis (20 Punkte) und Sosa (19) blieb Ulm am Leben und erzwang ein viertes Spiel.

Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg steht dagegen schon kurz vor dem Aus. Bamberg unterlag den Artland Dragons am Donnerstag mit 75:77 (43:37) und liegt in der Best-of-five-Serie nun mit 1:2 hinten. Bayern München gewann sein Spiel drei gegen MHP Riesen Ludwigsburg mit 104:82 (45:47) und liegt jetzt mit 2:1 vorne. Ebenso 2:1 steht es für Vizemeister EWE Baskets Oldenburg: Der Hauptrunden-Vierte gewann gegen die Telekom Baskets Bonn nach Verlängerung mit 72:71. Nach regulärer Spielzeit hatte es 63:63 (28:36) gestanden.