Kommentar

Mehr Mut wagen

Michael Färber über die Veränderungen bei Union

Noch einmal „Uwe, Uwe“-Sprechchöre aus dem Fanblock. Noch einmal ein Riesenapplaus von den Rängen. Noch eine letzte Autogrammstunde im Biergarten hinter dem Stadion an der Alten Försterei. Dann war es vorbei. Die Ovationen, die Uwe Neuhaus, Unions Rekordtrainer, am Sonntagnachmittag entgegennehmen durfte, hatte er sich verdient. Ohne wenn und aber. Es war das würdige Ende einer Ära, die vor sieben Jahren begonnen hatte. Und aufgrund des verpassten Bundesliga-Aufstiegs doch unvollendet bleibt. Dass sich Union sportlich nun aus seiner Wohlfühlzone traut und einen Neuanfang mit neuem Trainer und runderneuerter Mannschaft wagt, ist ein mutiger Schritt. Und in den Augen der Klubverantwortlichen offenbar auch notwendig. Es ist den Köpenickern und seinem treuen Anhang zu wünschen, dass Union dieser Mut nicht verlässt, sollte es mit neuem Übungsleiter zunächst eine böse Überraschung in der Liga geben. In jedem Fall sollte Union ab sofort mehr Bundesliga wagen. Der Grundstein dafür ist gelegt.