Volleyball

BR Volleys wollen sich Heimvorteil am Bodensee zurückholen

Der Heimvorteil ist verloren, aber noch längst nicht die Deutsche Meisterschaft.

Schon Minuten nach dem 2:3 in der Schmeling-Halle gegen den VfB Friedrichshafen im ersten Play-off-Endspiel am Sonntag hatten die BR Volleys ihre Kampfansagen an den Bodensee geschickt, wo die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew am Mittwochabend zum zweiten Match antreten muss. „Zwischen diesen beiden Teams entschieden nur Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage“, sagte Berlins Starangreifer Robert Kromm, „noch haben wir eine Chance auf den Meistertitel.“ Kapitän Scott Touzinsky fügte hinzu: „Wir haben im letzten Jahr dort gewonnen. Das können wir wieder schaffen.“

Allerdings, das musste auch Lebedew zugeben, scheint sich das Momentum in der alles entscheidenden Saisonphase mit einem Schlag, dem verwandelten Matchball des Friedrichshafener Bulgaren Ventceslav Simeonov, gedreht zu haben. „Allerdings nur, wenn sie jetzt ihr Heimspiel gewinnen“, schränkte der Volleys-Trainer ein. Der Australier weiß schon, wie das verhindert werden kann: Gerade nach dem so souverän gewonnen ersten Satz am Sonntag habe die Konzentration etwas gefehlt, Chancen wurden liegen gelassen, was nicht wieder vorkommen darf. „Wir müssen das ganze Spiel aggressiv bleiben, besonders mit unserem Aufschlag.“

Überraschend stark hatte sich in Berlin der VfB-Junioren-Nationalspieler Jan Zimmermann präsentiert, der für den verletzten Nikola Jovovic als Steller seine Endspiel-Taufe mit einer unaufgeregten Leistung krönte. Gerade seinetwegen fordert Lebedew erhöhten Druck beim Aufschlag. „Wir müssen ihn mehr zum Laufen bringen, damit er nicht so viel Zeit beim Spielaufbau hat.“ Sicher fühlen kann sich der Rekordmeister aus Süddeutschland nicht – und tut es auch nicht. „Es ist nichts entschieden“, sagte Mittelblocker Max Günthör, „die BR Volleys werden bestimmt noch einmal richtig aufdrehen. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.“ Geht es nach dem amtierenden Deutschen Meister aus der Hauptstadt, wird sich das Momentum am Mittwoch erneut drehen. Und beim nächsten Heimspiel am Sonnabend (19.30 Uhr) festgehalten.