Hertha BSC

„So früh war ich schon lange nicht mehr im Bett“

Alexander Baumjohann über sein Startelf-Comeback

Am Tag nach dem 2:0 gegen Braunschweig war Alexander Baumjohann fast nicht wiederzuerkennen. Mit Sonnenbrille, Basecap und lässiger Kleidung stand Herthas Mittelfeldspieler auf dem Trainingsplatz. Am Sonnabend hatte er nach siebenmonatiger Verletzungspause sein Startelf-Comeback gegeben. Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen, die ausliefen, war er in der Kabine zur Regeneration Fahrrad gefahren. Baumjohann über:

Schwere Beine „Das ist natürlich eine ganz andere Belastung als Training. 90 Minuten auf Bundesliganiveau schlauchen natürlich. Das habe ich schon direkt nach dem Spiel bemerkt. Und dann natürlich am Morgen danach. Aber je mehr ich spiele, desto eher komme ich in eine gute Verfassung. Deshalb bin ich dankbar für jeden Einsatz, den ich jetzt vielleicht noch bekomme.“

Den Abend nach dem Spiel „Ich bin sofort nach Hause, habe nur noch gegessen und bin direkt ins Bett gegangen. So früh bin ich lange nicht mehr schlafen gegangen.“

Das Auflaufen im Olympiastadion „Ich hatte zwar schon gegen Hoffenheim 30 Minuten gespielt. Aber von Anfang an aufzulaufen, ist noch einmal etwas ganz anderes. Gerade mit dieser tollen Choreographie zu Beginn haben die Fans für eine super Stimmung gesorgt. Deshalb war es ein überragendes Gefühl. Das ist eine schöne Belohnung für die viele Arbeit in der Reha-Phase.“

Verpasste Chancen „Ich hatte eine riesige Chance, die ich versemmelt habe. Normalerweise muss ich die machen. Deshalb muss mir Sami Allagui auch keinen ausgeben, weil er meine Vorlage nicht verwandelt hat. Dafür hat er nachher das 2:0 nachgelegt.“

Comebacks nach Verletzungen „Gerade die ersten Spiele sind etwas ganz Besonderes. Später kehrt dann der Alltag schnell wieder ein. Aber man sollte dankbar dafür sein, dass man fit ist und täglich auf dem Trainingsplatz oder am Spieltag im Stadion sein darf. Das habe ich wirklich dazugelernt. Man sollte sich nicht beschweren. Gesundheit ist das Wichtigste.“

Glückwünsche „Natürlich habe ich viele Glückwünsche bekommen. Aber das eine ist mein Startelf-Comeback. Viel wichtiger ist aber, dass wir gegen Braunschweig endlich den ersten Heimsieg 2014 geholt haben. Unsere Fans haben lange genug gelitten und darauf gewartet. Und wir sind auch froh, dass das Gerede vom Heimfluch jetzt endlich aufhört. Hoffentlich können wir gegen Dortmund noch einmal nachlegen.“