Fußball

Niersbach plädiert für eine WM in Katar im Winter 2023

Für Wolfgang Niersbach, den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), kommt bei der Suche nach einem Ausweichtermin für die WM 2022 in Katar der anschließende Winter 2023 als Option in Betracht.

Im Nachrichtenmagazin „Focus“ warnte Niersbach außerdem mit Blick auf die neue Nations League vor einem Überangebot und beklagte den Verzicht der deutschen Profi-Klubs auf die Einführung der Torlinien-Technik. Forderungen von Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff nach einem Ausbau des künftigen DFB-Zentrums zur zentralen Ausbildungsstätte für den DFB-Nachwuchs erteilte Niersbach eine Absage.

Die Lösung der Terminproblematik 2022 fällt laut Niersbach schwer. „Würde die WM im Winter 2022 stattfinden, würden die Winterspiele mit dem Fußball kollidieren und sich die olympischen Verbände sperren. Vielleicht muss auch der Winter 2023 als Option geprüft werden, selbst wenn es dann Schwierigkeiten mit den Fernsehrechteinhabern geben könnte“, sagte Niersbach.

Skeptisch bewertet Niersbach die beschlossene Einführung der europäischen Nations League. „Uns war die Zusage wichtig, dass kein einziger zusätzlicher Termin für Spieler und Vereine entsteht. Generell sehe ich aber die Gefahr, dass eine Fußball-Inflation dem Produkt auf Dauer schaden kann.“