Urteil

Mildere Strafe für Wettbetrüger Sapina

Wettbetrüger Ante Sapina, 38, hat bei der Neuauflage des Verfahrens nach einem der größten europäischen Fußball-Manipulationsskandale einen Teilerfolg erzielt.

Der Kroate aus Berlin, der erstinstanzlich zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt worden war, muss nach dem Urteil vor dem Landgericht Bochum nun fünf Jahre in Haft. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das erste Urteil aus dem Mai 2011 in Teilen aufgehoben und an die 13. Strafkammer nach Bochum zurückverwiesen. Sapinas Verteidiger bekräftigten in ihren Plädoyers, ihr Mandant habe nach der Neuaufnahme des Verfahrens weitere Erkenntnisse beigetragen. Sapina komme deshalb für die Kronzeugenregelung und somit eine Strafmilderung infrage. Das Gericht sah dies genauso. Die Staatsanwaltschaft war anderer Auffassung und hatte sieben Jahre Haft gefordert. Sapina hatte gestanden, Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre bestochen zu haben. 51 Spiele, darunter Begegnungen in der Champions League und der WM-Qualifikation, sollen manipuliert worden sein.