Tennis

Lisicki besiegt ihren Frust durch Doppeltriumph mit Hingis

Sabine Lisicki hat viel gelacht in Miami. Als Frustbewältigung diente der Berlinerin nach enttäuschenden Monaten mit Verletzungen und Krankheiten der Doppel-Auftritt mit ihrer Trainerin Martina Hingis.

Bei dem Millionenturnier in Florida gewann das ungewöhnliche Duo sogar den Titel. Hingis/Lisicki besiegten im Finale die an Nummer zwei gesetzten Russinnen Jelena Makarowa und Jelena Wesnina mit 4:6, 6:4, 10:5.

Die wiedergenesene Lisicki genießt die kleinen Erfolgserlebnisse abseits des Einzel-Wettbewerbs, der wie so viele der vorherigen Turniere auch in Miami ohne die Wimbledon-Finalistin in die entscheidende Phase ging. Ihr Drittrunden-Match gegen Kirsten Flipkens (Belgien) hatte die 24-Jährige wegen einer Erkältung abgesagt. Es war ein weiterer Rückschlag auf dem Weg zu alter Stärke. Im Doppel holt sie sich die Matchpraxis, die sie im Einzel derzeit nicht bekommt. „Wir haben viel Spaß. Generell lache ich ja auf dem Court relativ viel“, sagte Lisicki. Und mit Hall-of-Fame-Mitglied Hingis (33) an der Seite scheint es noch ein bisschen mehr zu sein.

Auch Serena Williams hatte in Miami Grund zur Freude. Strahlend saß sie neben dem gläsernen Pokal, der so langweilig aussieht wie eine Blumenvase in einem deutschen Wohnzimmer der 50er-Jahre. „Ich finde ihn sehr schön“, sagte die Siegerin und hielt dann sieben Finger für ihre sieben Titel in Miami hoch. Die Chinesin Li Na stand beim 5:7, 1:6 im Finale auf verlorenem Posten. Für Williams war es der 59. Turniersieg ihrer Karriere. Nirgendwo gewann sie so oft wie auf der Halbinsel Key Biscayne vor der Küste von Miami. Sie ist nach Steffi Graf, Chris Evert und Martina Navratilova erst die vierte Spielerin in der Geschichte der WTA mit sieben Titeln bei ein- und demselben Turnier.