Fußball

Union plant ab sofort die nächste Zweitligasaison

Köpenicker nur noch Neunter nach dem 1:2 in Sandhausen

Sie hatten lange von den großen Bundesliga-Arenen in München, Dortmund und auf Schalke geträumt. Doch für den 1. FC Union wird es wohl beim Hardtwaldstadion bleiben. Dort spielt der SV Sandhausen, und der besiegte am Dienstag in einem spannenden, aber eben nicht mehr als zweitklassigen Spiel die Köpenicker mit 2:1 (1:1). Damit dürfte feststehen: Die Zweite Bundesliga bleibt die sportliche Heimat des 1. FC Union. „Ich glaube, das Thema Aufstieg sollten wir jetzt mal weglassen und lieber mal wieder drei Punkte holen“, sagte ein enttäuschter Unioner Martin Dausch.

Genau das ist seinem Team nun schon zum fünften Mal in Folge nicht gelungen. Die Kurpfälzer sind sogar in der Tabelle an Union vorbeigezogen und liegen auf Rang acht eine Position vor den Berlinern. Der Liga-Dritte SC Paderborn hat sieben Zähler Vorsprung und scheint in der aktuellen Verfassung uneinholbar. Dabei hatte die Partie in Sandhausen für die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus, der in seiner Startformation überraschend auf den Einsatz von Kapitän Torsten Mattuschka verzichtet hatte, sehr gut begonnen. Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, da zog Christopher Quiring einen Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum der Gastgeber. Deren ansonsten gut parierender Torhüter Manuel verschätzte sich, unterlief die Hereingabe, und der Ball segelte, von ihm verlängert, ins Tor.

Mattuschka spät eingewechselt

Die Freude der Gäste währte nicht lange. Auf der anderen Seite setzte sich nach einem präzisen Abschlag Riemanns Danny Blum gegen die schlecht aussehenden Damir Kreilach und Marc Pfertzel durch, zog aus 16 Metern ab, und sein Schuss prallte zunächst an den linken Innenpfosten und von dort ins Union-Tor. Von nun an entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Sandhausen, mit der zweitbesten Abwehr, aber auch dem schlechtesten Sturm der Zweiten Liga unterwegs, hielt unerwartet offensiv dagegen. Dennoch hatte Union, das auf der rechten Seite mit Pfertzel und Quiring Druck machte, bessere Chancen. Einmal scheiterte Quiring aus spitzem Winkel an Riemann (22. Minute), vier Minuten später lenkte der frühere Berliner Daniel Schulz einen Schuss Kreilachs im letzten Moment über die Latte.

Aus der Halbzeitpause kam jedoch der SV Sandhausen wacher auf den Platz zurück, und diesmal patzte der Berliner Torwart Daniel Haas. Zunächst hatten sich auf der linken Seite Baris Özbek und Pfertzel von Manuel Stiefler austanzen lassen. Dessen nicht sonderlich harten Schuss ließ Haas abprallen, Nicky Adler nutzte diese Fahrlässigkeit in bester Abstauber-Manier zum 2:1. Zwar kämpfte Union, kam auch zu mehreren Chancen. Neuhaus brachte 20 Minuten vor dem Ende auch Mattuschka für Kreilach. Aber Zählbares kam nicht mehr heraus. „Wir brauchen nicht mehr nach oben zu schauen“, sagte Abwehrspieler Mario Eggimann. „Unter dem Strich reicht es nicht. Wir können mit den Planungen für die neue Saison beginnen“, gab der enttäuschte Neuhaus zu Protokoll.