Basketball

Alba verabschiedet sich mit einem Sieg aus dem Eurocup

Schlagerstar Katja Ebstein sang 1970 zwar ihren Hit „Wunder gibt es immer wieder“, aber Wunder geschehen im richtigen Leben wie im Sport doch ganz selten.

Und ein solches Wunder hätte das Basketballteam von Alba gestern Abend in der O2 World benötigt. Schließlich galt es, die schlimme 54:86-Niederlage gegen BC Valencia aus dem Viertelfinal-Hinspiel des Eurocups wettzumachen. Aber es passierte, was wohl so gut wie alle schon geahnt hatten: Das 20. Spiel auf europäischer Ebene in dieser Saison war für Berlin auch das letzte. Valencia zog trotz Albas 78:73 (33:36)-Sieg ins Halbfinale des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs ein und hat gute Chancen, sich auch den Titel zu holen.

Die Berliner, die in Reggie Redding (24 Punkte, acht Rebounds, sieben Korbvorlagen) ihren überragenden Spieler hatten, haben jetzt einen anderen Cup vor Augen. Am Wochenende sind sie beim Top 4 um den deutschen Pokal in Ulm dabei. Und fürs Halbfinale am Sonnabend gegen Meister Bamberg hat sich das Team von Trainer Sasa Obradovic durch den Sieg noch einen großen Schub Zuversicht geholt. „Wir wollen nicht mit einer Niederlage nach Ulm fahren“, hatte der Coach gefordert. Seine Mannschaft setzte das um. „Jetzt haben wir viel Selbstvertrauen für den Pokal“, meinte Redding strahlend.

Zur Pause sah es für die Berliner vor 7033 Zuschauern bereits ganz gut aus. Mehrere Male lagen sie mit drei Punkten Differenz hinten, einmal mit vier Zählern vorn (26:30/16. Minute). In der Defensive zeigte Alba gegen das spanische Spitzenteam eine gute Leistung. Offensiv ging jedoch einiges daneben. Bei Distanzwürfen schwächelte Alba, auch bei Freiwürfen fehlte lange die Sicherheit.

War im Hinspiel zur Pause die Sache schon klar (22:51), war die Partie diesmal (33:36) noch völlig offen. Doch Valencia wurde nach dem Wechsel erst einmal stärker, auf zehn Punkte Differenz wuchs der Berliner Rückstand (49:59) im dritten Viertel. Alba machte zwar Fehler, kämpfte aber mit allem, was die Mannschaft zu bieten hatte. Das wurde belohnt: Nach 32 Minuten erzielte Sven Schultze das umjubelte 59:59. Vier Minuten vor Schluss schaffte Vojdan Stojanovski das 69:68, Redding erhöhte 1:49 Minuten vor Schluss auf 75:72. Levon Kendalls 77:72 bedeutetet die Entscheidung.