Aufwind

Schalke auf dem Weg zurück in die Champions League

Nach dem Spiel war vor dem Derby. Kaum war beim 3:1 (1:0) über Eintracht Braunschweig der Schlusspfiff ertönt, rückte beim FC Schalke das Revierduell in den Mittelpunkt des Interesses.

Die Voraussetzungen für ein brisantes Kräftemessen mit dem Erzrivalen aus Dortmund könnten kaum besser sein. Schließlich liegen die Schalker weiterhin nur einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten BVB zurück. Sie sind außerdem auf gutem Weg in die Champions League. „Es ist das größte Derby in Deutschland. Und wir fahren mit einem guten Gefühl dahin“, sagte Trainer Jens Keller selbstbewusst.

Dank der Treffer von Leon Goretzka (17.), Klaas-Jan Huntelaar (65.) und Adam Szalai (90.+3) wahrten die Königsblauen ihre gute Ausgangsposition im Kampf um einen direkten Champions-League-Platz. Allerdings waren die Gäste nach dem 1:2 von Benjamin Kessel (81.) dem Ausgleich nahe, ehe der eingewechselte Szalai sein Team erlöste. Keller geriet ins Schwärmen: „Es ist bewundernswert, wie die Jungs auftreten und die Probleme wegstecken – egal ob zwei, drei oder zehn Spieler fehlen.“

Für den Tabellenletzten aus Braunschweig hat sich die Lage im Abstiegskampf dagegen weiter verschlechtert. Nach zuletzt drei Unentschieden in Serie musste das Team von Torsten Lieberknecht bereits die 16. Saisonniederlage hinnehmen. Damit wuchs der Abstand zum Relegationsplatz auf fünf Punkte. Der Trainer versuchte erst gar nicht, den mäßigen Auftritt schön zu reden. „Es war ein sehr verdienter Sieg der Schalker. Wir hatten keine Ordnung auf dem Platz.“ Allerdings hätte es der Anschlusstreffer von Kessel noch einmal spannend machen können, plötzlich war ein Punktgewinn greifbar. Nur wenige Minuten später war Omar Elabdellaoui dem Ausgleich nahe. „Wir hätten das Spiel binnen weniger Minuten drehen können. Verdient wäre es aber nicht gewesen“, befand Lieberknecht.